Die Sängerin Veronika Fischer und ihre Band lockten mehr als 1000 Zuschauer auf den Glauchauer Markt. Vroni-Fans genossen anderthalb Stunden Livemusik vom Feinsten.
Foto: Andreas Wohland
Glauchauer Stadtfest: Vroni lockt Massen auf den Markt
Der Auftritt von Veronika Fischer war für viele Besucher der Höhepunkt der dreitägigen Veranstaltung
Glauchau. Petrus muss wohl ein Fan von Veronika Fischer sein. Denn trotz aufziehender dunkler Wolken blieb es am Samstagabend weitestgehend trocken. "Zum Glück", meinte Angelika Partusch aus Chemnitz, "immerhin sind wir mit unserem Westbesuch extra aus Chemnitz gekommen, damit unsere Bekannten Vroni und ihre Musik einmal kennenlernen."
Ostrock-Ikone Vroni Fischer erfüllte ganz offensichtlich die in sie gesetzten Erwartungen. "Es ist wirklich schön, sie mal wieder live zu erleben. Und auch die Mischung aus neueren und älteren Liedern hat mir gefallen", sagte Sandra Berger. Sie hatte sich besonders über den Titel "Klavier im Fluss" gefreut. "Vroni hat ihn modern aufgepeppt, aber immer noch mit viel Leidenschaft und spitzbübischer Ironie gesungen. Einfach Klasse." Anklang bei den rund 1000 Besuchern fand auch die Darbietung der 22-jährigen Nachwuchssängerin Jasmin aus Zwenkau. Und das, obwohl die Masse der Zuhörer vom Alter her eigentlich nicht ihrer üblichen Zuhörerschaft entsprach. "Für mich war es eine Ehre, vor Veronika Fischer auftreten. Ich finde ihre Lieder toll", sagte sie.
Klasse fanden Heiko Tautenhahn und Mirko Bönsch die Idee, den Besuchern am Nicolaiplatz eine kleine Strandbar anzubieten. "Ein bisschen Karibikflair in der Stadt ist gar nicht so verkehrt. Außerdem passt das in diesem Jahr zu den tropischen Temperaturen", sagte Heiko Tautenhahn. Die Stadtsause bot aber noch weitaus mehr an Abwechslung und Unterhaltung für Groß und Klein. Dank zahlreicher Geschäfte, die mit verschiedenen Aktionen das Fest bereicherten, erhielten Straßen und Plätze unterhaltsame Farbtupfer. Steinmetz Dennis Hölig bot allen Interessierten an, sich einmal selbst am Beschlagen eines Steines zu versuchen. "Erwartungsgemäß haben davon fast ausschließlich Kinder Gebrauch gemacht. Aber ohne Schutzbrille ging natürlich nichts", sagte er. All jene, die dem großen Trubel etwas entkommen wollten, fanden rund um das Schloss etwas ruhigere und zudem noch schattige Fleckchen. So auch die pflastermüde Helena Becker aus Zwickau. "Ich bin mit meinem Mann zusammen das erste Mal zum Stadtfest hier in Glauchau. Schön ist, dass es bei dieser Veranstaltung doch deutlich beschaulicher zugeht, als bei uns in Zwickau. Eine angenehme Atmosphäre", sagte 61-Jährige.
Darüber, vor allem über das Wetter, das den Glauchauern in diesem Jahr wenigstens am Freitag und Sonnabend hold war, dürfte sich auch Oberbürgermeisters Peter Dresler (parteilos) gefreut haben. Speziell vor dem Auftritt von Veronika Fischer warf er immer wieder einen skeptischen Blick auf den Himmel. "Für all die vielen fleißigen Helfer, die am Gelingen des Stadtfestes beteiligt waren, wäre es schade, würde ein Gewitter oder Regenschauer ihre Bemühungen zunichte machen", sagte das Stadtoberhaupt.

