Waldtraud und Manfred Lindner spazieren regelmäßig durch den Gründelpark.
Foto: Wiegand Sturm
Gründelpark bekommt seinen Charakter zurück
Weiterer Abschnitt entlang des Hauptwegs fertig gestellt
Glauchau. Manfred Lindner freut sich schon auf den Frühling. "Wenn im Mai hier alles grünt und blüht, sieht es bestimmt fantastisch aus", sagt der 68-Jährige aus dem Ortsteil Hölzel mit Blick auf die Fläche zwischen Gründelallee, Gelectra-Immobilie und Hammerwiese. Mit seiner Frau geht er nahezu regelmäßig durch den Glauchauer Gründelpark spazieren und hat die Arbeiten der vergangenen Wochen und Monate beobachtet. "Der Gründelpark wird wieder ein richtiger Park", sagt er. "Dort zeigt sich die ordnende Hand des Gärtners".
Im Gründelpark hat die Stadt als Eigentümerin noch jede Menge zu tun. Das, was entlang der Allee gemacht wurde, ist nur ein Teil des gesamten Gestaltungskonzeptes für den Park, das im Jahr 2006 im Stadtrat beschlossen wurde. "Aus dem unansehnlichen Stangenwald ist wieder eine attraktive Fläche geworden", sagt Dezernent Steffen Naumann, der für Glauchaus Immobilien zuständig ist und die Arbeiten in den Grünanlagen der Stadt koordiniert. Von Oktober bis Jahresende wurden die Stangenbäume beseitigt, die alten Baumstümpfe entfernt sowie Laub und wilder Müll entsorgt. Neue Bäume und Sträucher kamen in die Erde. 70 Eiben, zehn Rhododendren, fünf Blutbuchen, drei Traubeneichen sowie eine Tulpenmagnolie und ein Ahorn gehören zur Bilanz der Pflanzaktion.
Teilweise bekam die Fläche neuen Mutterboden. Auch der Zugang von der Wehrstraße aus wurde erneuert. Im Frühjahr wird laut Naumann auch noch Rasen angesät. Die Kosten liegen bei etwa 45.000 Euro. Wenn die Eiben groß genug sind, werde auch die Sicht auf das Gelände der Gelectra verdeckt. Gerade diese freie Sicht hatten Passanten zu Beginn der Umgestaltung kritisiert.
"Wir lassen das jetzt erstmal wirken und wollen sehen, wie die Glauchauer das annehmen", sagt Naumann. Auch auf das Urteil der Mitglieder des Technischen Ausschusses lege die Stadt Wert, bevor im Gründelpark weitergemacht wird. Das Gestaltungskonzept sieht allein im Park und an den Zugängen mehr als 20 kurz- und langfristige Maßnahmen vor. Zugänge zum Gründelpark gibt es am Wehrgarten, an der Wehrstraße, der Festwiese, am Graben, am Mühlberg, am Schloss, am Schlosspark, am Heinrichshof, an der Albertsthaler Straße und der Freilichtbühne. Die jetzt fertig gestellte Flächenumgestaltung ist eine der vielen Maßnahmen, die im Konzept stehen. Eine andere ist zum Beispiel die Gestaltung der Insel auf dem Gründelteich. Auch das Eislaufen im Winter und die Gondelfahrten im Sommer gehören dazu. Um das Gestaltungskonzept weiter in die Tat umzusetzen, müssen außerdem einige wichtige Entscheidungen getroffen werden. So steht die Stadt zum Beispiel vor der Frage, ob die Bühne im Park erhalten bleiben soll, oder ob sie auf die Festwiese verlagert wird.


