Meerane: Rennfahrer Arne Tode übersteht Horrorunfall
Fahrer liegt nach Sturz bei Tempo 255 im Krankenhaus
Meerane. Die Olympischen Spiele und auch den Motorrad WM-Lauf, der am Sonntagabend in den USA stattfindet, wird er sich vom Krankenbett aus ansehen. Arne Tode, der in diesem Jahr mit einer 1000-Kubikzentimeter-Honda in der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft auf den Rennstrecken unterwegs ist, liegt in der Chirurgie des St.-Georg-Krankenhauses in Leipzig. Bei einem schweren Unfall, den er am vergangenen Sonntag beim Rennen in Assen hatte, trug er mehrere offene Wunden und Brüche davon.
"Noch niemals hatte ich nach einem Sturz so viele Verletzungen auf einmal, und noch nie bin ich bei einem solchen Tempo zu Fall gekommen", sagt der 27-Jährige und erzählt, wie es zu dem Horrorcrash bei nahezu Höchstgeschwindigkeit gekommen ist: Es war beim Rennen der Klasse Superbike auf einem schnellen Streckenabschnitt. Laut Data-Recording hatte er 255 Stundenkilometer auf dem Tacho, als der Yamaha-Pilot Luca Hansen versuchte, ihn zu überholen. "Das war eine Stelle, an der Überholen unmöglich ist", sagt Tode. Hansen habe es trotzdem versucht, dabei geriet er mit seinem Ellenbogen an den Lenker Todes. Der kam zu Fall, überschlug sich mehrmals und rutsche auf dem Asphalt entlang. Hansen blieb sitzen und wurde am Ende Zwölfter. Die Folgen für den Sachsen: Der linke Unterarm wurde bis auf den Knochen abgeschürft, im linken Bein kam es zu einer Bänderdehnung, drei Mittelhandknochen, ebenfalls links, sind gebrochen. Nach der Erstversorgung an der Strecke wurde Arne Tode zu einem Chirurgen nach Zschopau gebracht. Am Dienstag kam er nach Leipzig, wo am Unterarm eine Hauttransplantation erfolgte.
"Mir geht es den Umständen entsprechend gut", sagt Tode und fügt hinzu: "Eben habe ich eine Reha-Einheit auf dem Ergometer hinter mir." Das Überholmanöver während des Rennens bezeichnet er als "dumme Aktion, die glimpflich ausgegangen ist". Aber Tode ist Rennfahrer: Er weiß, dass dieser Sport lebensgefährlich ist. Das nächste Rennen in Schleiz Anfang August muss er ausfallen lassen. Um in der Klasse Superbike zu fahren, müsse man topfit sein. Beim Lauf am Sachsenring am 1. September will er aber wieder mitmischen.

