Die neue Kreuzung in Kertzsch an der B 175 hat den Praxistest nicht bestanden. Für Laster wird's an diesem Abzweig zu eng. Die Anlieger wollen bei den neuen Planungen ein Wörtchen mitreden.
Foto: Wiegand Sturm
Planer hüllen sich in Schweigen
Für Knotenpunkt in Kertzsch gibt's noch keine Lösung
Kertzsch. Kertzsch. Das Straßenbauamt Chemnitz hat noch keine Lösung für den Umbau der neuen Kreuzung zwischen Waldenburg und Kertzsch. Seit vier Monaten wird hinter verschlossenen Türen diskutiert, wie die Planungs-Panne an dem Knotenpunkt beseitigt werden kann. Das Problem: Aus Richtung Töpferstadt kommende Sattelzüge können nicht nach rechts auf die neue Ortsumgehung abbiegen. Dafür ist die Kurve viel zu schmal.
Bernhard Wiedmaier, stellvertretender Leiter des Straßenbauamtes Chemnitz, wartet auf die Ergebnisse von Fahrsimulationen. "Derzeit wird geprüft, welche Variante die bestmögliche Lösung bietet", sagte Wiedmaier. Details nennt er aber nicht.
Damit werden auch die Kommunalpolitiker aus der Region weiter auf die Folter gespannt. Dazu gehört Birgit Adam (Freie Wähler) aus dem Gemeinderat Remse. "Wir fordern ein Mitspracherecht. Bevor der Umbau beginnt, müssen die Pläne dem Gemeinderat und den unmittelbar betroffenen Anwohnern vorgestellt werden", macht Birgit Adam deutlich. Das Straßenbauamt Chemnitz geht davon aus, dass trotz der Umgestaltung der Kreuzung die neue Trasse wie geplant im November 2010 für den Verkehr frei gegeben werden kann.
Unklarheit herrscht weiterhin zu den Kosten für den Umbau des Knotenpunkts. Sie sind in der Vergangenheit stets auf "mindestens 100.000 Euro" beziffert worden. Momentan macht das Straßenbauamt zu den Ausgaben gar keine Angaben mehr. "Wir bezweifeln, dass ein Betrag von 100.000 Euro ausreicht", meldet Birgit Adam schon Bedenken an.
Kritik gibt es zudem aus Callenberg, wo der Bau eines Kreisverkehrs an der Bundesstraße 180 verschoben werden musste. Die Vermutung der Callenberger: Durch die Panne in Kertzsch fehlt das Geld für den Kreisel. Diese Aussage dementiert das Straßenbauamt. "Der Kreisverkehr musste keiner bestimmten Maßnahme weichen. Bei der Aufstellung des Bauprogramms werden die einzelnen Maßnahmen nach Dringlichkeit geordnet. Das Vorhaben erreichte einen Startplatz, der eine Ausführung in diesem Jahr nicht zulässt", so Wiedmaier.


