Einig: Höchste Zeit, für Lichtenstein zu handeln

FDP-Stadträte Jens Steinert und Fritz Rada sowie stellvertretender FDP-Ortsgruppenvorsitzender Hajo Schubert wollen Stammtisch organisieren

Lichtenstein. Höchste Zeit zu handeln, meinen die FDP-Stadträte Jens Steinert und Fritz Rada sowie Hajo Schubert, stellvertretender Vorsitzender der FDP-Ortsgruppe. Mobilisiert durch den "Freie Presse"-Beitrag "Lichtensteins Einkaufsmeile blutet aus" vom 27. März wollen sie umsetzen, was sie bereits seit einiger Zeit vorhatten: Kräfte der Stadt bündeln, um den zunehmenden Leerstand der Innenstadtgeschäfte aufzuhalten. Dazu soll ein Stammtisch organisiert werden.

Der Idee unter dem Motto "Wir müssen was tun" folgen jetzt Taten. Es soll eine neue Plattform gebildet werden, um die Händler der Stadt zusammenzuführen und als Bindeglied zur Stadtverwaltung zu fungieren. "In Depression zu verfallen ist falsch", sagt Hajo Schubert. Seit zweieinhalb Jahren werde der Schwarze Peter zwischen Händlern und Stadt hin- und hergeschoben. Doch nur gemeinsam könne man etwas erreichen. Jens Steinert: "Die kleinen Händler müssen von den großen Händlern was lernen - sich zusammentun, etwas inszenieren. "In den großen Zentren wird man dazu verdonnert, Werbegemeinschaften zu bilden."

In Lichtenstein aber sei ein diesbezüglicher Verein abgeschafft worden. Allein in der Schmollecke stehen, das wird nicht funktionieren, so Steinert. "Ohne Werbung geht es nicht", ergänzt Schubert. Beide halten es für illusorisch, gleich am Anfang alle, die einbezogen werden könnten, an einen Tisch bringen zu wollen - und undiplomatisch. Deshalb will man schrittweise beginnen, aber auch an Rödlitz und Heinrichsort sowie die Verwaltungsgemeinschaft mit Bernsdorf und St. Egidien denken. Der sogenannte Ringbus sei beispielsweise ein Thema.

Schubert: "Die Bevölkerung muss auch mal aufwachen in dem Bewusstsein: Wir wollen unsere Innenstadt erhalten." Steinert und Schubert erzählen, wie sie zielgerichtet daran festhalten, vorrangig in ihrer Stadt einzukaufen. Sie würden die Vorteile schätzen, die persönliche Beratung und müssten nicht wegfahren. "Es wird ein langer und schwerer Weg, das ist uns bewusst. Aber wir dürfen nicht resignieren. Wenn die Stadt ausblutet, ist keinem geholfen", argumentiert Steinert. "Meine zwei Kinder sind bewusst zurückgekommen in unsere Stadt, sie sollen auch hier gut leben können", wünscht sich Schubert.

Wie bringen wir Lichtenstein voran, sind Parkgebühren auf dem Altmarkt zeitgemäß; was ist zu tun, um die Innenstadt zu beleben? - Themen, die für den Stammtisch vorgesehen sind.

Service

Stammtisch der Gewerbetreibenden und interessierter Bürger der Stadt: am 28. April, 19 Uhr, im "Ratskeller".

 
erschienen am 01.04.2009 ( Von Liane Mainka )
© Copyright Chemnitzer Verlag und Druck GmbH & Co. KG
 
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