Volle Tribünen: Der Grand Prix auf dem Sachsenring hat wieder Menschen aus ganz Europa angezogen.
Foto: A. Kretschel
196.000 Menschen fiebern am Sachsenring mit
Die Veranstalter zogen trotz Wetterkapriolen positives Fazit
Oberlungwitz. Die Meldung löste am Sonntag bei den Verantwortlichen und Fans Zufriedenheit aus. Mehr als 81.000 Zuschauer besuchten am Rennsonntag den Oberlungwitzer Sachsenring. Knapp 196.000 Menschen kamen am gesamten Wochenende an die Strecke. 180.000 waren anvisiert. 230.000 Fans erlebten im Vorjahr das Spektakel mit.
"Wir haben noch eine große Zahl von Tagestickets an den Mann bringen können. Das gute Wetter am Morgen hat uns dabei geholfen", sagte Wolfgang Streubel, Geschäftsführer der Sachsenring Rennstrecken Management Gesellschaft (SRM). Das kommunale Unternehmen hatte erstmals den Grand Prix veranstaltet. Streubel war der hauptverantwortliche Organisator des Weltmeisterschaftslaufes. "Es lässt sich zwar noch einiges im nächsten Jahr verbessern, wie die Parkplatz- situation. Die Fans haben jedoch zu ihrem Sachsenring gehalten und mit dem Kauf ihres Tickets zum weiteren Erhalt des Rings beigetragen", sagte Streubel. "Es gab eine ausgezeichnete Sicherheit, einen reibungslosen sportlichen Ablauf und damit kaum Unfälle."
Bagger beseitigten den Schlamm.
Foto: A. Kretschel
Streubel hatte ein schlagkräftiges Team an der Seite. Viele der Helfer wurden in den vergangenen vier Tagen hart geprüft. Ob auf den Tribünen als Ordner, Einweiser auf allen Parkplätzen, als Streckenposten im Zwölf-Stunden-Einsatz - die Freiwilligen mussten dem Regenwetter und der Hitze trotzen. Als auf den Park- und Zeltplätzen vieles überschwemmt und vom Wasser weggespült wurde, trat eine Hermsdorfer Firma auf den Plan, um zusammen mit der Pro Sachsenring Gesellschaft insgesamt 850 Kubikmeter Holzhäcksel auf den Parkplätzen zu verteilen.
Letztendlich gab es auch auf dem Ankerberg inmitten der Schlammschlacht noch zufriedene Gesichter. Motorsportfan Uwe Mühler aus Schwarzenberg sagte: "Sachsenring ist Kult, das ist Unterhaltung, das ist aber auch viel Schlamm. Nächstes Jahr sind wir wieder hier." Musik, und Feuerwerk sorgten auf dem unwegsamen Gelände für ausgelassene Stimmung. Mit dabei beim Grand Prix waren auch Gäste aus dem böhmischen Most.
Regenschirme schützten die Rennfahrer vor der Nässe.
Foto: A. Kretschel
Jiri Kostek sagte: "Im vorigen Jahr hatten wir Bedenken, dass es das Rennen auf dem Sachsenring nicht mehr gibt. Umso mehr freuen wir uns nun. Schließlich kommen wir seit sieben Jahren jedes Jahr an die Strecke." Der Tscheche freut sich wie viele andere Fans schon auf den Grand Prix 2013.

