Maurer Hans Peter Richter errichtet das künftige Sozialgebäude für die Beschäftigten. Darin sind auch die Umkleideräume untergebracht.
Foto: A. Kretschel
Automobilzulieferer erweitert Produktion
Künftig werden größere Zinkteile nicht nur bearbeitet, sondern auch gegossen
Bernsdorf. Die Wirtschaft der Region setzt auf Wachstum. So baut nicht nur das neu gegründete Hohenstein-Ernstthaler Unternehmen Windbolt, das riesige Schrauben für Windkraftanlagen herstellen will, eine Halle. Wenige Kilometer entfernt wächst derzeit eine weitere neue Produktionsstätte in die Höhe. Die Bernsdorfer Automobilzulieferer Tröger Surface Group (TSG) investiert rund drei Millionen Euro.
Die Form lässt sich bereits erkennen. Stahlträger bilden das Gerüst. Mit Fertigteilen sollen die Wände in den kommenden Wochen verkleidet werden. Zudem muss die rund 900 Quadratmeter große Bodenplatte gegossen werden. Auf ihr stehen später die Maschinen. "Es entsteht ein Sozialgebäude. Wir lassen es mauern. Darin sind zum Beispiel die Umkleideräume für die Mitarbeiter untergebracht", erklärte Geschäftsführer Alexander Tröger.
Mit der neuen Halle will sich die Unternehmensgruppe gegenüber der Konkurrenz einen Vorteil verschaffen. Die TSG hat sich auf das Bearbeiten von Oberflächen spezialisiert. Es werden Fahrzeugteile für Autobauer wie Volkswagen, Audi, BMW und Bentley hergestellt. Die Türöffner, die Verzierungen für den Türrahmen und die silbernen Lenkradteile sollen für eine edle Optik sorgen. Bislang kann das Unternehmen nur kleinere Zinkteile selbst gießen. Alle anderen wurden bisher zugeliefert und dann weiter bearbeitet.
Stahlträger bilden das Grundgerüst der neuen Halle.
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Das soll sich mit der neuen Halle ändern. Die TSG setzt auf neue Maschinen, mit denen sich in Zukunft auch größere Teile gießen lassen. Sie werden in dem Gebäude Platz finden. Zudem soll viel Robotertechnik zum Einsatz kommen. Daher hält sich der Bedarf an zusätzlichen Mitarbeitern in Grenzen. Derzeit werden 105 beschäftigt. Zwölf weitere sollen mit der Erweiterung hinzukommen. "Wir haben einen Teil bereits gefunden", erklärte Gotthard Tröger, der Vater von Alexander Tröger und ebenfalls Geschäftsführer ist. Die Arbeitskräfte könnten angelernt werden. "Jedoch brauchen sie Feingefühl und einen Blick für Details." Daher sei es recht schwierig, geeignete Mitarbeiter zu finden.
Dank der neuen Maschinen wird das Unternehmen zum Komplettzulieferer. Die Teile werden somit vollständig in Bernsdorf gefertigt. "Wir können die Qualität dadurch besser kontrollieren und demzufolge auch schneller reagieren", sagte Alexander Tröger. Der Trend gehe ohnehin seitens der Automobilhersteller hin zum Komplettzulieferer. Anfang Oktober soll in der neuen Halle die Produktion starten.

