David Schüppel (links) und Norman Lindner vom Freilicht-Theater Waldenburg kämpfen beim Überfall auf die Bank in der Westernstadt Karl-May-City. Ein Bad im Wasser der Goldwäscher ist inklusive.  
David Schüppel (links) und Norman Lindner vom Freilicht-Theater Waldenburg kämpfen beim Überfall auf die Bank in der Westernstadt Karl-May-City. Ein Bad im Wasser der Goldwäscher ist inklusive.

Foto: Andreas Kretschel

Falsche Banditen stürmen die Bank von Karl-May-City

Schauspieler haben die Westernstadt überfallen - Am Freitag geht es auf dem Pfaffenberg mit dem Programm für die Countryfreunde weiter

Hohenstein-Ernstthal. Knallende Colts und fliegende Fäuste auf dem Bergfest: Mitglieder des Freilicht-Theaters Waldenburg sorgten am Mittwochabend in der kleinen Westernstadt Karl-May-City des Bergfestes für Aufregung. Ein Bankraub, der vereitelt werden sollte, sorgte für allerlei Zündstoff. Und nachdem mit den Pistolen offenbar nicht gut genug gezielt wurde, lieferten sich David Schüppel und Norman Lindner eine wilde Prügelei.

Abkühlung im Wasser

Dabei kam den Hobbyschauspielern nicht nur die jahrelange Bühnenkampferfahrung zugute. Auch die letztjährige Inszenierung des Westerns "Ein Gentleman im Wilden Westen" hatte dafür gesorgt, dass es beim rustikalen Umgang miteinander gute Vorkenntnisse gibt.

Einer der Raufbolde durfte sich sogar im Wasser des Goldwäschers abkühlen, und ein kleiner Schaden an den Wildwest-Gebäuden blieb auch nicht aus. "Das ist nicht so schlimm. Früher ist da bestimmt auch nicht alles ganz geblieben", sagte Bernd Lindner aus Oberlungwitz, der unter den Besuchern weilte und in den vergangenen Tagen mit Auszubildenden der Gafug-Bildungsgesellschaft die Westernbauten auf den Pfaffenberg gezimmert hat.

Viele Zuschauer zückten während der Inszenierung ihre Handys und Kameras und hielten das Geschehen fest. Den zahlreichen Besuchern gefiel aber nicht nur der inszenierte Banküberfall. Die Westernstadt insgesamt sorgte bei vielen Kindern für leuchtende Augen. So auch bei Familie Müller, die extra aus Chemnitz zum Bergfest gekommen ist. "Das ist richtig schön hier. Fast wie Fasching", sagte der achtjährige Sohn Leon, der selbst als Cowboy verkleidet war. Die drei Jahre ältere Schwester Lena lief dagegen als Indianerin über das Festgelände.

Kinder üben mit dem Lasso

Hat & Ev zeigten bei ihrer Western- und Indianershow den richtigen Umgang mit dem Lasso und ließen vor dem Publikum die Peitschen knallen. Kinder konnten sich selbst am Lasso versuchen. Auch die Fahrgeschäfte für die kleineren Kinder, allen voran die Karussells, waren gefragt.

Nach dem Familien- und Kindertag am Mittwoch ging es am Donnerstag etwas entspannter zu. Die Besucher spazierten über den Festplatz, genossen den Duft von gebrannten Mandeln und frisch gebackenen Waffeln. Die Stimmen der Ansager an den Fahrgeschäften mischten sich mit Musik aus allen Richtungen und kreischenden Fahrgästen. Auf der Bühne gab es eine musikalische Weltreise mit dem Tanzmusikduo Vivian & Tino. In Karl-May-City kehrte nach der Aufregung am Vorabend wieder Ruhe ein.

 
erschienen am 09.08.2012 ( von sascha wittich und markus pfeifer )
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