Krank Per Kran wurden Holzteile für die neue Race-Control aufs Dach der Boxenanlage direkt neben dem Start- und Zielturm gesetzt. Die Anlage war zuvor im untersten Stockwerk des Turms untergebracht.

Foto: Andreas Kretschel

Hohenstein-Ernstthal: Streckenbauarbeiten am Sachsenring schreiten voran

Am Donnerstag ist Richtfest für die Race-Control, in der alle Fäden zusammenlaufen sollen

Hohenstein-Ernstthal. Wenn auf der Rennstrecke Anfang Juli zum Motorrad-Grand-Prix die Motoren dröhnen, dann wird eine Mannschaft das Geschehen hautnah verfolgen - aber nicht live, sondern per Monitor: Bis zu 25 Offizielle müssen bei Motorrad- oder Autorennen im zentralen Kontrollturm auf Bildschirmen verfolgen, was auf der Strecke passiert.

Am Donnerstag ist Richtfest für die Race-Control (deutsch: Renn-Überwachung) - die Räume, in denen genau dies stattfindet. Damit ist wieder ein Abschnitt der Bauarbeiten am Sachsenring geschafft. Direkt neben dem Start- und Zielturm entsteht der Neubau auf der Boxengasse. "Für die Race-Control wird mehr Platz gebraucht", sagt Wolfgang Streubel, Geschäftsführer der Sachsenring-Renn- strecken-Managementgesellschaft (SRM). Investiert werden knapp 470.000 Euro.

Da bis Ende Mai alles fertig sein soll, wird schon beim Rohbau Zeit gespart. Er entsteht aus vorgefertigten Holzteilen, die vor Ort montiert werden. Die Entscheidung für die Holzbauweise hat laut Streubel neben der Zeitersparnis noch zwei weitere Gründe. "Damit haben wir keine Feuchtigkeit im Baukörper", sagt der SRM-Chef, der früher selbst als Planer gearbeitet hat. Außerdem sei es aus statischen Gründen ohnehin nicht möglich gewesen, die Race-Control in massiver Stahlbetonbauweise auf die Boxengasse zu setzen. Die bislang für die Renn-Kontrolle genutzten Räume im Start- und Zielturm zu vergrößern, war aus baulichen Gründen nicht möglich.

Rettungsweg Der Rettungsweg befindet sich künftig in einem neuen Tunnel. Die Auslauf- zonen der Rennstrecke liegen direkt darüber.

Foto: Andreas Kretschel

Der hölzerne Rohbau hat in den vergangenen Tagen eine Verkleidung bekommen, die noch verputzt wird. Auch das "Innenleben" der Race-Control wird erneuert. Gerade bei den Bildschirmen hat sich die Technik in den vergangenen Jahren rasant weiterentwickelt. Die Qualität ist nun besser. Die Aufnahmetechnik, die vor dem Weltmeisterschaftsrennen des vergangenen Jahres erneuert worden war, wird in der neuen Race-Control weiter genutzt. Der Einbau der Technik ist aufwändig, aber Anfang Juni muss alles einsatzfähig sein. "Wir wollen bei den GT Masters unter Rennbedingungen testen", sagt Streubel. Das Autorennen findet am Wochenende vom 8. bis 10. Juni statt.

Die Bauarbeiten zur Erweiterung der Sturzzone der Kurve Eins am Ende der Start-Ziel-Gerade sind bereits weitgehend abgeschlossen. Um mehr Platz zu schaffen, wurde der Rettungsweg in eine Unterführung verlegt. Vorbereitet wird derzeit die Erweiterung des Sturzraumes der Kurve Zehn im Bereich der Lärmschutzwand an der Eisenbahnlinie. Die Verbesserung der Sicherheit für die Rennfahrer war von den Rennsportverbänden gefordert worden, damit der Motorrad-Grand-Prix weiter auf dem Sachsenring stattfinden kann. Der Freistaat Sachsen unterstützt die nötigen Umbau- und Modernisierungsarbeiten mit 1,5 Millionen Euro.

 
erschienen am 18.04.2012 ( Von Markus Pfeifer )
© Copyright Chemnitzer Verlag und Druck GmbH & Co. KG
 
Kommentare
5
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  • 24.04.2012
    21:22 Uhr

    1234567RW: So Leute wie ez70 braucht das Land, zu Hause am Rechner hocken, drei Fröschen über die Straße helfen und einer Hufeisennasenfledermaus ein Nest bauen. (nix dagegen kann jeder tun und lassen was er will) Aber der Wirtschaft der Region voll ignorant gegenüberstehen und dem geballten Hintergrund keinerlei Achtung schenken, Hut ab !!!! Die gesamte Region provitiert davon und nicht nur einige wenige. Logisch gehts um Geld, ist aber doch überall so oder nicht ? Die "organisierte Umweltverschmutzung" wie ez70 es so schön betitelt ist unter Garantie bei Veranstaltungen am Sachsenring der Grund für die Klimaerwärmung *hust* Informier dich mal bevor du irgendwas postest oder trau dich mal ans Tageslicht und erlebe so eine Veranstaltung mit, klar gibts da Spaß aber es gibt auch reichlichst Leute die da im Hintergrund arbeiten müssen damit sie ihre Familie ernähren können. !!!!!!!! Denk Du mal drüber nach !!!!!!! Ich nicht, ich fahr zum Spaß hin obwohl die Preise gestiegen sind na und ?

    0 0
     
  • 20.04.2012
    13:43 Uhr

    hkremss: @ez70: Sie haben doch was von Spaß-Sportart geschrieben. Denken Sie doch mal lieber darüber nach, wieviele Besucher zu den Rennen kommen und wieviel Geld die in den nächsten Jahren in der Region lassen werden. Die Rennstrecke ist nicht nur Tradition, Sport und Spaß (!) sondern ein Wirtschaftsfaktor. Wenn Sie das anders sehen, dann befragen Sie mal Hoteliers, Gaststätten, Einzelhändler und Bürgermeister im Zwickauer Land. Das bisschen Lärm und Abgase lassen keine Art aussterben und auch nicht den Meeresspiegel steigen. Nur weil Sie mit Motorsport nichts am Hut haben, ist das noch lange kein verpulvertes Geld. Vielleicht sollten Sie lieber selber mal zum Rennen gehen, um zu verstehen, worum es eigentlich geht. Aber so viel Spaß und Lebensfreude halten sie vermutlich nicht aus.

    0 1
     
  • 20.04.2012
    09:15 Uhr

    ez70: hallo hkremss! Was hat das mit Spaß zu tun? Da werden Millionen an Euro verpulvert, nur um einigen wenigen die Taschen zu füllen. Und die sind nicht mal aus der Region!
    Für dringend benötigte Lehrerstellen ist keine Kohle da, aber für organisierte Umweltverschmutzung schon. Denk mal drüber nach!

    2 0
     
  • 19.04.2012
    19:35 Uhr

    hkremss: Ja genau, immer dieser vollkommen ungerechtfertigte Spaß! Man sollte alles einsparen, was Spaß macht und mit dem eingesparten Geld all das finanzieren was keinen Spaß macht. Die wenigen hundertausend Grand-Prix Besucher sollten wirklich mal über den Ernst des Lebens nachdenken und ein paar Fröschen und der ernsthaften Allgemeinheit über die Straße helfen.

    0 2
     
  • 19.04.2012
    17:25 Uhr

    ez70: und wieder werden Millionen für eine Spaß-Sportart verpulvert...
    der ganze Grand Prix nützt einigen Wenigen, aber weder der zahlenden Allgemeinheit nicht der Umwelt!

    2 0
     

 
 
 
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