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Entsteht hier Oberlungwitz' erster Hochzeitswald? Noch ist das alte Bauereigelände eine Grünfläche.

Foto: Andreas Kretschel

Im Hirschgrund wird aufgeforstet

Die ersten Bäume auf einer zwei Hektar großen Fläche sollen bereits ab dieser Woche in den Boden kommen. Auch für einen städtischen Hochzeitswald könnte noch in diesem Jahr der Startschuss fallen.

Von Andreas Tröger
erschienen am 20.03.2017

Oberlungwitz. Aus dem Ackerland der Bernsdorfer Agrargenossenschaft Lungwitztal im Oberlungwitzer Hirschgrund wird ein kleiner Wald. Insgesamt 6100 Bäume und Sträucher sollen auf der zwei Hektar großen Fläche wachsen. Die ersten werden voraussichtlich bereits in dieser Woche gepflanzt. Das sagte am Wochenende Henrik Lindner, Geschäftsführer der Stiftung "Wald für Sachsen".

Die Einrichtung mit Sitz in Markkleeberg sorgt für die Mehrung und den Schutz naturnaher Wälder. Die Bernsdorfer Agrargenossenschaft gehört zu ihren Projektpartnern. Beide hatten im vergangenen Jahr die Aufforstung des Hirschgrund-Areals beantragt. Forst- und die Untere Naturschutzbehörde im Landratsamt gaben dem Vorhaben ihren Segen, auch die Stadt Oberlungwitz hatte nichts dagegen einzuwenden. Für die Genossenschaft war die Fläche als Ackerland ohnehin schwer zu bewirtschaften. "Sie ist sehr feucht. Bäume könnten sie stabilisieren und die Erosion deutlich mindern", begründete Pflanzenbauleiter Thomas Neubert im Vorjahr die Aufforstungsidee.

Die wird nun Wirklichkeit. Mit den Pflanzarbeiten beauftragt wurde die Forestris AG aus dem vogtländischen Tirpersdorf. Die wird im Hirschgrund für einen guten Baum-Mix sorgen. Die Stiftung hält dort vor allem Erlen für geeignet. "4200 Roterlen kommen in den Boden", bestätigt Henrik Lindner. Dazu kommen noch 1600 Flatterulmen. Die Bestände an dieser Baumart haben deutschlandweit in den vergangenen Jahren wegen einer Pilzkrankheit deutlich gelitten", so der Stiftungsgeschäftsführer. Mit einer speziellen Züchtung, die gegen den Krankheitserreger resistent sein soll, wolle man dafür sorgen, dass sich die Ulme wieder verbreitet. Zu guter Letzt werde man noch 300 Sträucher der Arten Weißdorn, Schlehe und Pfaffenhütchen setzen. Gewissermaßen als Waldrand-Bepflanzung für Kleingetier, Vögel und Insekten. Der Schlusspunkt der Aufforstungsaktion wird am 27.April gesetzt. Dann kommen die letzten 500 Bäume in den Boden. Dabei mithelfen werden die Viertklässler der Oberlungwitzer Humboldtschule. Die Kosten von rund 8000 Euro für Pflanzgut, Arbeitsaufwand und ein Jahr Pflege werden aus einem Förderprogramm des Landes für Wald und Forstwirtschaft bestritten. Die Agrargenossenschaft trägt einen Anteil von zehn Prozent.

Der Waldanteil auf Oberlungwitzer Flur wird noch weiter wachsen. Ein Privateigentümer hat mit der Stiftung bereits die Aufforstung eines weiteren Hektars ehemals landwirtschaftlich genutzter Fläche beantragt. Die befindet sich, wie Bürgermeister Thomas Hetzel (parteilos) sagt, an der Gemarkungsgrenze zu Erlbach im hinteren Teil des Hirschgrundes. Die Mitglieder im Technischen Ausschuss des Stadtrates haben bereits ihr Einvernehmen erteilt, die Genehmigung der Landkreisverwaltung liegt ebenfalls vor. "Dieses Projekt werden wir nächstes Jahr verwirklichen", so Henrik Lindner.

Bereits in diesem Jahr dagegen könnte eine weitere Idee Wirklichkeit werden, mit der sich die Stadtväter seit Langem tragen - ein sogenannter Hochzeitswald. Damit wollen die Oberlungwitzer dem Beispiel der Stadt Meerane folgen. Dort gibt es bereits seit mehr als 20 Jahren die Tradition, aus freudigen Anlässen Bäume zu stiften. Weit mehr als 800 Bäume sind auf diese Weise bereits in den Boden gekommen. "Ja, wir haben bereits eine dafür geeignete Fläche im Blick", bestätigte Bürgermeister Hetzel. Es handele sich um das Areal der alten Brauerei gegenüber dem Henny-Teich, zwischen 4,5 und 5 Hektar groß. "Wir brauchen aber jemanden, der ein solches Projekt betreut", so das Stadtoberhaupt. Erste Gespräche mit einem potenziellen Partner habe es bereits gegeben. Hetzel: "Wenn alles klar ist, dann gehen wir in die Offensive." Er sei optimistisch, dass es noch in diesem Jahr dort die ersten Pflanzungen geben könnte.

 
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Im Hirschgrund wird aufgeforstet
Stiftung "Wald für Sachsen"
 
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Kommentare
1
Kommentieren (für Digital- und Printabonnenten)
  • 20.03.2017
    04:10 Uhr

    alibaba75: Toll, freue mich über Jedes Bäumchen, daß gepflanzt wird. Wie wichtig die Wälder für den Wasserhaushalt und das Biosphärenreservat sind, haben wir seinerseits noch in der Schule gelernt. Wünschte mir allerdings, daß das auch auf den Territorien, wo die tropischen Regenwälder nachhaltig vernichtet wurden und werden, wieder geschieht.

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