Mit Enthusiasmus bauen die wenigen Vereinsmitglieder und weitere Indianerfreunde das Indianerdorf am Stausee Oberwald für die morgige Saisoneröffnung auf.

Foto: Andreas Kretschel

Kleiner Trupp trotzt dunklen Wolken überm Indianerdorf

Morgen geht's wieder los im "Indian Valley" am Stausee Oberwald - Verein bangt um Zukunft

Hohenstein-Ernstthal. Am 1. Mai beginnt sie wieder, die Saison im Indianerdorf "Indian Valley" am Stausee Oberwald. Allerdings wird es keine einfache Saison für den nur aus neun Personen bestehenden Verein. Unterstützung über ABM oder Ein-Euro-Jobber gibt es in diesem Jahr nicht. Vereinsvorsitzender Nikolaus Neuerburg befürchtet sogar, dass 2009 aus finanziellen und personellen Gründen die letzte Saison im Indianerdorf sein könnte.

Dennoch: Zwischen 10 und 18Uhr wird am Freitag einiges los sein. Die Linedancegruppe Die wilde Horde aus Waldenburg wird erwartet, Kinder können sich im Hufeisen werfen ausprobieren oder wie richtige Indianer schminken lassen. Ponykutschfahrten vom Parkplatz zum Saloon und umgekehrt werden angeboten, und noch einiges mehr wird los sein.

Leicht haben es die Hobbyindianer nicht. Der Vereinsvorsitzende baut daher auf die Unterstützung der Familienangehörigen und Freunde der Vereinsmitglieder. Gemeinsam wurden die großen Tipis aufgestellt. Dabei war Vorsicht geboten. Fünf der acht Tipis sind so verschlissen, dass sie nächstes Jahr nicht noch einmal aufgebaut werden können, sagte Neuerburg. Er hofft auf Sponsoren, auch eine Art Patenschaft über ein Zelt könnte er sich vorstellen. Aus eigener Kraft werde es dem Verein nicht möglich sein, neue Zelte anzuschaffen.

Für Mai gibt es bereits zahlreiche Anmeldungen. "Vor allem bei Schulklassen aus Chemnitz ist ein Besuch beliebt. Manche Lehrer sind bisher jedes Jahr mit Kindern im "Indian Valley" gewesen.

Mehr als 20.000 Quadratmeter ist das Gelände. Neben dem Indianerdorf mit acht Tipis gibt es eine Westernstadt mit Saloon. Die Freilichtbühne verfügt über 1200 Sitzplätze. Allerdings ist die rechtliche Situation durch die Insolvenz der Freilichtbühne schwierig.

Stichwort - Verein "Indian Valley"

Der Verein "Indian Valley" ist im Dezember 2004 gegründet worden. Das Indianerdorf war gedacht, um ein entsprechendes Umfeld zur Karl-May-Freilichtbühne am Stausee Oberwald zu schaffen. Aber nur zweimal fanden dort Aufführungen statt: 2004 und 2006 wurde "Winnetou" gespielt. Der Veranstalter ging allerdings in Insolvenz, das Indianerdorf und mit ihm der Verein "Indian Valley" sind geblieben.

 
erschienen am 29.04.2009 ( Von Jens Arnold )
© Copyright Chemnitzer Verlag und Druck GmbH & Co. KG
 
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