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Schauspieler Robby Langer aus Dresden begrüßte im Mai 2015 als Karl May verkleidet die ersten Gäste vor dem Geburtshaus des Schriftstellers in Hohenstein-Ernstthal.

Foto: Andreas Kretschel/Archiv

Nach Wiedereröffnung: Weniger Besucher im Karl-May-Haus

Die Einrichtung in Hohenstein-Ernstthal hat 2016 wohl nicht von ihrer Umgestaltung profitiert. Auch das Textil- und Rennsportmuseum zählte weniger Gäste.

Von Erik Kiwitter
erschienen am 03.03.2017

Hohenstein-Ernstthal. Es war kein gutes Jahr für viele Museen im Freistaat Sachsen. Auch das Karl-May-Haus und das Textil- und Rennsportmuseum in Hohenstein-Ernstthal haben das zu spüren bekommen: Die Besucherzahlen sind 2016 im Vergleich zum Jahr davor merklich zurückgegangen. In Zeiten kommunaler Sparzwänge ist so eine Entwicklung auch immer ein Politikum. Dabei hat das Karl-May-Haus erst eine kostspielige Umgestaltung hinter sich. 2014 und 2015 steckte die Stadt fast 400.000 Euro in die Sanierung der Einrichtung. Doch die Besucherzahl ist nicht wie erhofft angestiegen - sondern gesunken. In den sieben Monaten, die das Haus nach seiner Sanierung im Jahre 2015 geöffnet hatte, kamen immerhin noch 4500 Besucher. Im vergangenen Jahr, also 2016, sackte die Zahl auf 4000 ab. Das gab Museumsleiter André Neubert gestern auf Nachfrage der "Freien Presse" bekannt.

Der Rückgang beläuft sich damit auf elf Prozent. Vergleicht man zum Beispiel die Besucherzahlen der Jahre 2013 und 2016 miteinander, ist der Rückgang noch drastischer. 2013 waren knapp 5000 Besucher in der Einrichtung - also fast 20 Prozent mehr. Unmittelbar nach der Wiedervereinigung hatte das Karl-May-Haus noch über 20.000 Besucher jährlich. Museumsleiter Neubert sieht eine der Ursachen in der allgemeinen Entwicklung: Die Bevölkerungszahl schrumpft. Dafür gibt es immer mehr Museen, die miteinander konkurrieren. Auch das Textil- und Rennsportmuseum, das häufig mit interessanten und spannenden Ausstellungen in der Öffentlichkeit steht, ist von der Entwicklung betroffen. Die Besucherzahl sank von 4500 auf 4100.

"Das Problem besteht sachsenweit", sagte Neubert gestern zur "Freien Presse". Und tatsächlich klagen mehrere Einrichtungen über Rückgänge bei den Besuchern. Die Staatlichen Kunstsammlungen in Dresden büßten neun Prozent ein. Das Staatliche Museum für Archäologie Chemnitz hatte 2016 sogar 20 Prozent weniger. Das Museum der bildenenden Künste in Leipzig musste mit einem Viertel weniger Publikum auskommen. André Neubert kommentiert: "Die Besucherzahlen lassen aber keine Rückschlüsse auf die Qualität eines Museums zu." Auch die sächsische Kunstministerin Eva-Maria Stange (SPD) warnte unlängst, nachdem die Zahlen bekanntgegeben wurden, vor einer falschen Bewertung.

Allerdings geht es auch anders. Im Museum Schloss Hinterglauchau kamen im vergangenen Jahr 15.200 Besucher, immerhin fast 1000 mehr als 2015. Zugpferd war hier eine Ausstellung mit Kunstgegenständen der Familie Schönburg.

 
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Nach Wiedereröffnung: Weniger Besucher im Karl-May-Haus
"Mal Hand aufs Herz: Würden Sie da extra hingehen?"
 
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