Die Schlecker-Filiale an der Weinkellerstraße könnte schon bald schließen.
Foto: Andreas Kretschel
Rossmann verringert Chance für Schlecker-Filiale
Streichliste wird in den nächsten Tagen veröffentlicht - Drogeriekette will etwa die Hälfte ihrer Läden schließen
Hohenstein-Ernstthal. Knapp die Hälfte der rund 5400 deutschen Schlecker-Filialen sollen geschlossen werden. In dieser Woche entscheidet sich, ob auch Geschäfte in Hohenstein-Ernstthal, Lichtenstein und Oberlungwitz auf der Streich-liste stehen. "Der Insolvenzverwalter hat die Liste zunächst dem Gesamtbetriebsrat übergeben. Danach stehen Gespräche an", sagte Schlecker-Sprecher Phillip Kübber. Daher soll es noch mehrere Tage dauern, bis es Klarheit gibt.
Für die Hohenstein-Ernstthaler Filiale an der Weinkellerstraße sehe es tendenziell jedoch eher schlecht aus, sagte Kübber. Denn bei der Entscheidung fließe ein, ob es in der Nähe weitere Drogeriemärkte gibt. Erst vor wenigen Wochen hatte Rossmann an der unteren Weinkellerstraße eine Filiale eröffnet. Auch der Umsatz spiele eine Rolle. "Wird ein Geschäft geschlossen, kommt es nicht automatisch zu Kündigungen. Mitarbeiter können versetzt werden." Dabei werde sich nach einem Sozialplan gerichtet. Unter anderem fließen das Alter und die Länge der Betriebszugehörigkeit ein.
In Sachsen hat Schlecker knapp 130 Märkte. 25 sind es im Landkreis Zwickau. Deutschlandweit sollen etwa 12.000 Mitarbeiter entlassen werden. Im Januar war bekannt geworden, dass die Drogeriekette kurz vor der Pleite steht. Ein Insolvenzantrag wurde eingereicht. Viele der Filialen sind unrentabel. Die nötige Modernisierung der Geschäfte blieb häufig aus. (geom)

