Waldkindergarten in Oberlungwitz: Verein prüft Bedarf für Einrichtung
Eltern wollen, dass Kinder täglich Zeit in der Natur verbringen
Oberlungwitz. Die Verantwortlichen im Verein Grünlinge bemühen sich weiter um einen Waldkindergarten. "Im September werden mit den Kommunen und dem Jugendamt des Landratsamtes als Fachaufsichtsbehörde Gespräche geführt, um den Bedarf zu planen", sagt Vereinsvorstand Kathrin Weigelt. Als potenzieller Träger der Tagesstätte wurden die Grünlinge zu der Runde mit Stadt Oberlungwitz und der Kreisbehörde eingeladen. Bis dahin will der Verein herausfinden, ob es in Oberlungwitz und den Nachbarorten, aus denen Kinder aufgrund des besonderen Konzeptes in den Waldkindergarten kommen könnten, genug Interesse gibt. Bis zu 20 Plätze könnte die Einrichtung haben. Wenn sich die Pläne so realisieren lassen, wie vom Verein erhofft, soll der Kindergarten ab September 2013 zur Verfügung stehen.
Unterkunft im ehemaligen Amt
Bevor das klappt, muss der Verein jedoch mit seinem Vorhaben in den Bedarfsplan aufgenommen werden. Andernfalls ist keine Finanzierung möglich. Das Landesjugendamt würde das Genehmigungsverfahren einstellen. Die Vorbereitungen, die bereits seit längerer Zeit laufen, müssten dann abgebrochen werden. "Wir haben schon Interessenten aus unserem Verein. Weitere Eltern haben sich bereits gemeldet", sagt Mike Vogel, der zu den Organisatoren gehört.
Vor reichlich einem Jahr wurde das Vorhaben eines Waldkindergartens zum ersten Mal in der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Kinder sollen täglich in der Natur des Oberlungwitzer Hirschgrundes unterwegs sein. Dort könnte es eine kleine Hütte geben. Ein festes Gebäude wird dennoch gebraucht. Nach längerer Suche gibt es dafür eine Lösung. Im ehemaligen Amt für ländliche Neuordnung an der Erlbacher Straße soll laut Kathrin Weigelt ein Mehrgenerationenhaus entstehen, in dem der Vereine Räume für den Kindergarten anmieten könnte.
Bedarfsplätze nicht vergeben
Auch die Gemeinnützige Aus- und Fortbildungsgesellschaft (Gafug) hatte für eine neue Kindereinrichtung, für die derzeit die Planungen laufen, eine Gruppe mit waldpädagogischem Konzept vorgesehen. Der Oberlungwitzer Stadtrat hat aber die 20 Bedarfsplätze für nächstes Jahr noch nicht vergeben.
Service:
Auf der Internetseite des Vereins Grünlinge gibt es ein Formular für Interessenten. Telefonisch kann über Ruf 01577 3243032 Kontakt aufgenommen werden.
Mehr Informationen dazu:
www.waldkindergarten- gruenlinge.vpweb.de


21:35 Uhr
kajakaja: Wo wurde denn hier jemand beleidigt? Um beleidigt zu werden müssten die Behauptungen ja unwahr sein und/ oder eine entsprechende Person sich dadurch angesprochen fühlen. Da die Aussagen völlig fiktiv sind, und nicht auf die Initiatoren anwendbar, sind doch alle zufrieden.
Im Waldkindergarten sind alles (Sozial-)Pädagogen - für mich macht das nicht den Anschein, denn besucht man interessenhalber mal die aktuelle Seite der der Tageseinrichtung welche 2 der Initiatoren momentan betreiben sehe ich da gerade mal eine, über die andere erfährt man leider nichts, ist das nicht auch eine Verschleierungstaktik? Man könnte es so sehen.
Und zertifizierte Tagesmutter kann heute jeder werden der vom Arbeitsamt einen Bildungsgutschein bekommt. Man schaue sich nur an was man mit den "Schleckerfrauen" vor hat, da werden zwar ein, zwei fähige dabei sein, das Gros jedoch ist doch dafür völlig ungeeigent, trägt aber einen erhabenenen und verantwortungsvollen Titel, wer kriegt das dann wohl am Ende ab, nicht der Landkreis, nicht der Bürgermeister, nicht die Eltern sondern unsere armen Kinder.
Wenn ein Bedarfsplan also nicht über ja oder nein zu einer solchen Tageseinrichtung entscheidet sondern die mündigen Eltern, was steht dann einer Gründung ganz ohne Förderung entgegen? Sollte doch eigentlich nichts sein, die Eltern zahlen halt anstelle des Elternbeitrags von 170 ? noch die von der Stadt oder des Lamdkreises getragenen 450 ? zusätzlich an den Waldkindergarten, da bin ich mir sicher das jeder gern knapp 620 ? im Monat hinblättert um sein Kind im Wald rum hüpfen zu lassen. Da brauch man keinen Bedarfplan oder sonstiges. Aber da sieht man es mal wieder, die Ideen sind solange groß und wild solange man sich in der Position sieht einen "Gönner" in der Hinterhand zu haben, ist das nicht der Fall so bröckelt alles zusammen und am Ende bleibt nichts als Ausreden, schaffung einer kleinen unbedeutenden Lobby und das hoffen einen neuen Gönner zu finden.
Bin gespannt, wird ja vielleicht doch noch was aber ich denke, gerade in einem Ort wie Oberlungwitz, das 2 Kindertagesstätten mit insgesammt fasst 200 Plätzen ausreichen. Gibt ja glaub ich auch noch 2-3 Tagesmütter mit jeweils 5 Plätzen, ich denke der Bedarf ist mehr als gedeckt. Bei 6500 Einwohnern 210 Kita/Krippenplätzen - da müssten ja mehr als 3,5% der Gesamteinwohner unter 6 Jahren alt sein - gewagte Rechnung.
23:33 Uhr
tamuka: Wieso dieser Sarkasmus? Hier weiß jemand ein bisschen Bescheid, aber nicht wirklich! Jemand, der die Regelkita gegen Tagesmütter und Waldkindergartenkinder schützen muss. Und das tut er/sie, indem er die Initiatoren beleidigt. Warum?
Ob das mit dem Waldkindergarten noch was wird, entscheidet nicht ein Bedarfsplangespräch, dass entscheiden hoffentlich die mündigen Eltern... Wieso zertifizierte Tagesmütter? Pädagogen im Waldkindergarten sind ausgebildete ErzieherInnen oder SozialpädagogInnen mit naturpädagogischer Zusatzqualifikation. Und es geht auch nicht um Boni von Staat, sondern um ein Recht auf Bildung und das Recht der Eltern, einen Kitaplatz zu wählen, der den Interessen ihres Kindes entspricht.
Und was heißt fachgerechte Betreuung? Eine Erzieherin, die ihre Ausbildung noch zu DDR-Zeiten gemacht hat und immer noch heimlich den alten Bildungsplan rausholt, wenn ihr das Vertrauen in die Fähigkeiten der Kinder fehlt oder sie denkt, das Kind unbedingt mit Schneiden und Stillesitzen auf die Schule vorbereiten zu müssen. Mit dem neuen Bildungsplan kann sie nicht wirklich was anfangen, er ist ihr zu wissenschaftlich.
Erzieherinnen, die im Pulk im Garten stehen und nicht mal schauen, wenn ein Kind weint. Ist das richtig gute Betreuung?
Ob ein Kind gut betreut wird, entscheidet nicht ein Konzept, das entscheiden die Pädagogen und die Bedingungen vor Ort. Auch eine Regelkita kann eine richtig gute Arbeit leisten, dafür gibt es genügend Beispiele und es gibt tolle ErzieherInnen. Aber eben noch nicht überall. Und manchmal passt das trotzdem nicht. Deshalb sollten Eltern die Möglichkeit haben, sich als Initiative für einen Waldkindergarten einsetzen zu können. Und Hippis sind das sicher nicht, also einfach easy bleiben und auch andere Meinungen respektieren!!!
18:15 Uhr
kajakaja: Scheint ja gerade so als hätte sich hier eine Lobby gefunden. Tja, leider ist das mit dem Waldkindergarten nichts geworden - die armen Initiatoren - aber bestimmt kann man ja aufgrund der hohen Nachfrage an solchen "speziellen" Kitaplätzen auch ohne Boni von Staat und Steuerzahler sowas aufstellen. Der Bedarf scheint ja eindeutig zu bestehen.
Vorallem die armen Kinder die jetzt in eine Regelkita müssen in dem es ausgebildetes Fachpersonal gibt und keine "zertifizierten Tagesmütter". Die können einem echt leid tun richtig gut und fachgerecht betreut zu werden.
Sehts ein, die Hippiebewegung ist sowas von 1970, das interessiert keinen mehr.
Richtig so, und immer schön easy bleiben: Lange Haare, Läuse und kein´ Kamm!
15:59 Uhr
tamuka: Ja, das ist schlimm. Fragen wir uns einmal, was wir als Kinder am liebsten draußen gespielt haben. Jedem fallen interessante Naturspiele ein... Es gibt eine Buch von einem amerikanischen Umweltaktivisten, der behauptet, wenn wir unsere Kinder weiter von der Natur entfernen, wird das dazu führen, dass fehlende Naturerfahrungen Krankheiten wie ADHS, psychische Störungen und Burnout immer mehr befördern, ein sogenanntes Naturdefizitsydrom nennt er ein neues Krankheitsbild (Richard Louv ? Das letzte Kind im Wald). Unsere heutige Elterngeneration hat gerade noch eine Ahnung davon, was es heißt, in der Natur zu spielen. Was werden unsere Kinder und Enkel sagen, wenn Sie in 25 Jahren danach gefragt werden, was sie am liebsten draußen gespielt haben? Meist helfen Horrorbotschaften jedoch wenig. Es gibt auch sehr interessante Bewegungen wie z.B. Waldhorte (z. B. Deutschland ? Land der Ideen - Natur erleben im Waldhort) oder naturpädagogisch orientierte Kitas. Es gibt Wettbewerbe zur Gestaltung von Schulhöfen und Kitageländen. Vielleicht kann man andere Eltern und auch einen oder mehrere engagierte Lehrer finden um solch ein Projekt anzuschieben. Gleichgesinnte suchen und einen langen Atem haben, das braucht man für solche Ideen. Nicht aufgeben! :o) Ein schönes Naturschulhofgelände animiert zum Draußenspielen und alle Eltern haben heute eine Waschmaschine, da sollte schmutzige Kleidung kein Problem sein. Liebe Grüße von den Grünlingen.
13:53 Uhr
dreiermama: @tamuka: Vielen Dank für ihren Beitrag. Ich wünsche mir auch, dass die Kinde soviel Zeit wie möglich im Freien verbringen/herumtollen. An unserer Grundschule jedoch sollte zBsp für das Vesper nochmals eine Pause (natürlich im Schulgebäude) eingerichtet werden. Nach meinem Einwand, dass die Kinder den Tag über schon genug gesessen haben (Schulzeit, Mittagessen, Hausaufgabenzeit), wurde ich von vielen Eltern beim Elternabend bös angeschaut, denn die Kinder toben draußen im Garten ganz doll herum und dass kann doch nicht sein. Ich versteh die Welt nicht mehr. :(