Auch am Altmarkt ist ein Parkschild betroffen.
Foto: Andreas Kretschel
Hohenstein-Ernstthal: Schmierereien irritieren Autofahrer
Verkehrszeichen sind von Unbekannten beklebt und überschrieben worden
Hohenstein-Ernstthal. Eigentlich sollen die Aufkleber Pakete an ihr Ziel bringen. Viele von ihnen landeten nun aber auf Hohenstein-Ernstthaler Verkehrsschildern statt auf Päckchen. Unbekannte haben sie aufgeklebt und mit Parolen beschriftet. Die Stadt will die Aufkleber nun möglichst schnell entfernen lassen.
Wöchentlich wird kontrolliert
"Wir kontrollieren einmal in der Woche", sagte Bauhofleiter Manfred Dietz. Dass nun unter anderem auch am Altmarkt, an der Immanuel-Kant-, an der Conrad-Clauß-Straße, an der Schubert- und an der Schulstraße Schilder beklebt wurden, habe der Bauhof noch nicht festgestellt. "Unsere Kontrollen werden im Fahren, also aus Fahrzeugen heraus, gemacht. Dabei kann man natürlich nicht alles sehen." Der Bauhof ist deshalb auf die Hilfe von Hohenstein-Ernstthals Politesse angewiesen, die regelmäßig durch die Stadt ihre Runden geht. Auch Bürgerhinweise sind wichtig. Dietz will die Aufkleber in den kommenden Tagen mit einem Spezialmittel entfernen lassen. "Ganz bekommt man sie nicht weg. Es bleibt ein Schatten zurück." Der Aufwand hält sich in Grenzen, sagt er. "Viel schlimmer ist es, wenn die Verkehrszeichen umgetreten oder ganz zerstört werden."
Auch Sabine Herold sagt, dass immer mal wieder Aufkleber auf den Schildern auftauchen. Sie ist Mitarbeiterin des Hohenstein-Ernstthaler Straßenverkehrsamtes. "Grundsätzlich gilt die Regelung des Verkehrszeichens weiter." Gerade bei eindeutigen Zeichen wie dem Stopp-Schild sei das der Fall. Herold: "Schließlich ist es schon allein durch die äußere Form erkennbar." Anders sieht es aber aus, wenn zum Beispiel ein Halteverbotszeichen überklebt wurde und ein Parksünder Widerspruch gegen den Bußgeldbescheid einlegt." Dann müsse im Einzelfall "geprüft werden, ob die Regelung erkennbar war."
Strafen sind kaum möglich
Das Bekleben von Verkehrsschildern lässt sich laut Herold kaum verhindern. "Dies zu ahnden, gestaltet sich schwierig, da man die Täter kaum identifizieren kann", erklärte sie. "Möglich wäre das nur, wenn man sie dabei erwischt oder Zeugen findet."

