Dachdeckermeister Frank Schrepel aus Callenberg und Sohn Chris befestigten die Turmbekrönung.
Foto: Andreas Wohland
Kirchturm in Waldsachsen ist wieder komplett
Während einer feierlichen Andacht erhielt das Gotteshaus seine Bekrönung zurück
Waldsachsen. Frisch vergoldet sitzt die Kugel der Bekrönung seit Sonnabend wieder auf dem Turm der Waldsachsener Kirche. In ihrem Inneren befindet sich nunmehr eine Dokumentenkartusche mehr. Zu den beiden alten Kapseln mit historischen Aufzeichnungen, Münzen und Geldscheinen, hat sich eine weitere gesellt. Auch sie beinhaltet diverse Zeitdokumente, eine Ergänzung der Chronik sowie Informationen zum Ablauf der aktuellen Bauarbeiten. Anfang der 1990er-Jahre war die Kugel im Zuge einer Dachsanierung schon einmal abgenommen worden.
Allerdings erfolgten die Arbeiten damals ohne ausreichenden Holzschutz, sodass in den zurückliegenden Jahren Insektenfraß zu massiven Schäden geführt hatte. Um das Dach zu erhalten, erwies sich ein neuerlicher Eingriff in die Bausubstanz als unabdingbar. Rund 167.000 Euro schlagen dafür zu Buche. Allein 100.000 Euro steuerte das Amt für ländliche Entwicklung bei. "Es gibt eine Besonderheit, denn Waldsachsen liegt nicht im ILE-Gebiet. Aufgrund seiner Wichtigkeit wird das Vorhaben aber als Einzelobjekt gefördert", sagte Elisabeth Scholz vom betreuenden Architekturbüro. 55.000 Euro steuerte die Landeskirche für die Dachsanierung bei. Das Eigenkapital der Kirchgemeinde beträgt 12.000 Euro. Als nächstes steht die Sanierung der Fassade an. Hierfür werden 53.000Euro benötigt. Geld, das vom Regionalkirchenamt, dem Landesamt für Denkmalschutz und der Stadt Meerane kommt. "Um unseren Eigenanteil beisteuern zu können, bedarf es noch Spenden in Höhe von rund 3000 Euro, sagte Pfarrer Christian Freyer.

