Alle Sportanlagen kommen unter die Lupe

Crimmitschau plant Erstellung einer Sportstättenleitplanung - Rätselraten um die Kosten

Crimmitschau. Crimmitschau. Oberbürgermeister Holm Günther (Für Crimmitschau) will eine Sportstättenleitplanung erstellen lassen. In kommunalen und privaten Einrichtungen sollen Auslastung, Betriebskosten und Investitionsbedarf auf den Prüfstand kommen.

Die Stadtverwaltung hat mehrere Planungsbüros, die in den vergangenen Jahren für andere Städte solche Sportkonzeptionen erstellt haben, bis Anfang Februar zur Angebotsabgabe aufgefordert. Die Entscheidung, ob diese Konzeption beauftragt wird, soll anschließend der Stadtrat treffen.

Ein Großteil der Abgeordneten hat im Rahmen der Neujahrsansprache von Oberbürgermeister Holm Günther erstmals etwas zur Sportstättenleitplanung gehört. Die Stadträte der Fraktion Für Crimmitschau wollen in der kommenden Woche intern über das Projekt sprechen. "Wir brauchen für die Folgejahre auch im sportlichen Bereich klare Prämissen", sagt André Raphael (Für Crimmitschau). Aus seiner Sicht müsse aber eine Abwägung erfolgen, ob eine solche Leitplanung durch ein externes Büro erstellt oder von den Rathausmitarbeitern selbst zu Papier gebracht werden kann.

Crimmitschaus Rathaussprecher Sascha Vogelsang hält sich bei der Frage nach den Kosten für die Sportstättenleitplanung zurück. "Aufgrund unterschiedlicher Methodik und Umsetzung gibt es eine große Preisspanne", kommentiert Vogelsang. Bei einem Blick in die Nachbarschaft wird deutlich, in welcher Größenordnung sich solche Konzepte bewegen. Glauchau hat im vergangenen Jahr ein Sportstättenkonzept vom Planungsbüro SEG aus Dresden erstellen lassen. Kosten: 8300 Euro.

Mit den Verantwortlichen des Stadtsportverbandes Crimmitschau, der die Interessen von mehr als 20 Sportvereinen vertritt, hat bis Donnerstagvormittag noch niemand über die Ansatzpunkte für die Sportstättenleitplanung gesprochen. Der Stadtsportverband wird aus Sicht des Vorsitzenden Antonius Besser erst über das Papier diskutieren, wenn Fakten zu Fitnessstudios, Eisstadion, Fußballplätzen und Sporthallen auf dem Tisch liegen. "Dann kann das Konzept ausgewertet werden", so Besser.

Die Stadt nennt zwei Faktoren für die Notwendigkeit des Konzeptes: Erstens: Die Sächsische Aufbaubank (SAB) reicht nur Fördermittel aus, wenn diese Leitplanung vorliegt. Zweitens: Das Gutachten soll Klarheit zu den Investitionsschwerpunkten bringen. Vor allem die Nutzer der Sportplätze in Gablenz und in Frankenhausen haben in der Vergangenheit wiederholt auf die Dringlichkeit von Sanierungsmaßnahmen hingewiesen.

 
erschienen am 28.01.2010 ( Von Holger Frenzel )
 
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