Nicht nur mehr als 60 Katzen, sondern derzeit auch 15 Hunde sowie Hasen, Kaninchen und Hamster betreuen Karin Junold und ihr Team. 
Nicht nur mehr als 60 Katzen, sondern derzeit auch 15 Hunde sowie Hasen, Kaninchen und Hamster betreuen Karin Junold und ihr Team.

Foto: Thomas Michel

Alles für die Katz: Tierheim kann dank Spende 2012 weiterarbeiten

Crimmitschauer Einrichtung ist nächstes Jahr gesichert

Crimmitschau. Mit mehr als 60 Katzen, 15 Hunden und diversen Kleintieren ist das Tierheim am Waldsachsener Weg rappelvoll. Das akute Platzproblem wird die Mitarbeiter der Einrichtung in den kommenden Wochen sicher weiter beschäftigen. Finanzielle Sorgen, den Betrieb im Tierheim auch im nächsten Jahr aufrecht zu erhalten, haben sie seit Donnerstag hingegen nicht mehr.

"Mit den 110.400 Euro des Vereins Aktion Tier bezahlen wir die Löhne der Mitarbeiter, die laufenden Betriebskosten, Futter, Benzin, Telefon, kurzum alles, was mit unserer Einrichtung zusammenhängt", sagt der Vorsitzende des Tierschutzvereins (TSV) Crimmitschau, Wolfgang Anders. Andere Einnahmequellen hat das Haus am Waldsachsener Weg kaum. Zwar ist es bei der Betreuung von Fundtieren seit Langem Partner der Kommunen Neukirchen, Langenbernsdorf, Fraureuth, Ponitz und dem Mülsengrund. Aber diese Einnahmen belaufen sich auf maximal 10.000 Euro jährlich und werden, laut Tierheimleiterin Karin Junold, durch die Pflege und Unterbringung der Tiere fast komplett aufgebraucht.

Von dem finanziellen Zuschuss erledigt die Einrichtung auch dringende Reparaturarbeiten. Derzeit wird das undichte Dach des Hundehauses in Ordnung gebracht. "Das kostet ebenfalls 15.000 Euro", so der TSV-Vorsitzende. Er erhofft sich vonseiten der Stadt Crimmitschau außerdem eine Lösung für das Außengelände. "Mit der Erweiterung des Gewerbegebietes hat die Kommune einen Graben unmittelbar an unserem Grundstück angelegt. Der ist zu flach. Bei jedem noch so kleinen Regenguss säuft unser Hof ab."

Vor den bevorstehenden Weihnachtsfeiertagen ist den Mitarbeitern nicht bange. "Wir vermitteln keine Tiere als Geschenke", sagt Karin Junold. Katzen und Hunde würden auch nicht mehr so häufig ausgesetzt, wie das noch vor Jahren der Fall war. "Jetzt bekommen wir eher Anrufe mit Erklärungen, wie: Der Vermieter duldet meinen Hund nicht. Ich schaffe die Betreuung des Tieres wegen meines Jobs nicht. Ich habe Allergien."

 
erschienen am 01.12.2011 ( Von Annegret Riedel )
© Copyright Chemnitzer Verlag und Druck GmbH & Co. KG
 
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