Noch fahren die Busse auf der Talstraße. Ab März müssen sich die Nutzer auf längere Wege und Fahrzeiten einstellen.
Foto: Thomas Michel
Busse fahren fünf Monate um Ruppertsgrün einen Bogen
Talstraße wird ab kommenden Monat zur Großbaustelle
Ruppertsgrün. Die Anwohner der Talstraße müssen sich von März bis Ende August auf erhebliche Einschränkungen einstellen. Für zirka fünf Monate wird die Verbindungsstraße in Richtung Beiersdorf zur Baustelle.
Mit Fußweg wird begonnen
Als erstes lässt die Gemeinde den Fußweg einschließlich der Borde auf einer Länge von rund 230 Metern erneuern. Betroffen ist der Abschnitt zwischen den Hausgrundstücken 31 und 43. "Dabei handelt es sich um eine Winterschadensbeseitigung, die schon länger geplant ist", sagt die Chefin des Bauamtes der Gemeinde, Stephie Claus. Als Bauzeit wird zirka ein Monat veranschlagt. Parallel dazu beginnen die Wasserwerke zwischen den Hausgrundstücken 46 und 62 auf einer Länge von 570 Metern mit der Erneuerung der Leitung.
Sind die Wasserwerke Zwickau mit ihren Arbeiten fertig, erfolgt die Sanierung der Fahrbahn. Auf dem sich anschließenden 470 Meter langen Abschnitt bis zur Containerkläranlage am Ortseingang von Beiersdorf wird die Deckschicht der Fahrbahn erneuert. Beide Maßnahmen geschehen im Auftrag des Landratsamtes als Träger der Straße.
Vollsperrung notwendig
"Für die Realisierung des Vorhabens ist eine Vollsperrung der Talstraße erforderlich. Die Arbeiten erfolgen in Abschnitten. Die Baufelder sind maximal 150 Meter lang. Für die Fußgänger wird ein Notweg eingerichtet", sagt Claus. Von der Vollsperrung betroffen ist neben den Anliegern auch der Busverkehr. Zwischen Ruppertsgrün und Beiersdorf werden wochentags 18 Fahrten angeboten, hinzu kommen vier Fahrten ausschließlich für Schüler. Die Haltestellen in Ruppertsgrün werden zum Denkmalplatz verlegt.
Schülerverkehr nicht geklärt
"Für die Haltestellen Ortsmitte und Wartehalle in Beiersdorf haben wir noch keine Lösung", sagt Claus. Das Einrichten einer Wendestelle in Höhe der Containerkläranlage würde eine Verlängerung der Fahrzeit von zirka 30 Minuten betragen, was von den Regionalverkehrsbetrieben Zwickau abgelehnt worden ist. "Diese könnten dann nicht mehr die Fahrpläne beziehungsweise Anschlüsse gewährleisten", sagt Claus.
Derzeit werde geprüft, ob während der Bauzeit das Einrichten eines Zubringerverkehrs möglich ist. Die dadurch entstehenden Kosten liegen zwischen 17.000 und 18.000 Euro. "Die können wir als Gemeinde nicht aufbringen", sagt Claus. Zur Lösung des Problems ist für den 15. Februar eine gemeinsame Beratung der drei Bauherren geplant.


