Eigenheimzulage bleibt trotz Finanzklemme
Crimmitschauer Stadtrat entscheidet über Höhe der Zuschüsse - Noch kein Haushaltsplan für 2010
Crimmitschau. Crimmitschau. Trotz der finanziellen Schwierigkeiten - Crimmitschaus Kämmerei konnte bis jetzt noch keinen ausgeglichenen Haushaltsplanentwurf vorlegen - soll das Förderprogramm zur Schaffung von Wohneigentum nicht sterben. Das sagt zumindest Oberbürgermeister Holm Günther (Für Crimmitschau).
Der Stadtchef spricht sich für die Fortsetzung der Crimmitschauer Eigenheimzulage aus. Im Entwurf des Finanzplanes sollen 50.000 Euro eingestellt werden. "Wir möchten das Programm fortsetzen. Welche Mittel letztlich zur Verfügung stehen, ist vom Beschluss des Stadtrates abhängig", sagt Günther.
Das Förderprogramm existiert seit Herbst 2008. Beim Kauf von Eigentumswohnungen, dem Neubau von Eigenheimen oder dem Erwerb von Häusern gibt die Kommune einen Zuschuss. Ein Beispiel: Eine Familie, die bisher nicht in Crimmitschau wohnt, ein Kind hat und sich für Wohneigentum in der Innenstadt entscheidet, bekommt 5500 Euro. In den vergangenen beiden Jahren standen rund 100.000 Euro zur Verfügung. Das Geld ist noch nicht aufgebraucht. Deshalb kann ein Teil der 17 Anträge aus dem Jahr 2009 noch bearbeitet werden. Seit dem Jahreswechsel sind bisher drei neue Anträge eingegangen.
In anderen Kommunen müssen dagegen ähnliche Förderprogramme wegen der Finanznot schon wieder eingestampft werden. Zum Beispiel in der 5000-Seelen-Gemeinde Schönheide im Erzgebirgskreis. 2008 hat sie ein Förderprogramm mit einem Baukostenzuschuss von bis zu 10.000 Euro für Häuslebauer beschlossen. Der dortige Gemeinderat hat die Finanzspritze für die Investoren gerade erst wieder gekippt.


