Frankenhausen will um Grundschule kämpfen
Diskussion um die Zukunft der Schulen eröffnet - Grundschule Frankenhausen hat schlechte Karten.
Crimmitschau.
Crimmitschau. Sieben Varianten für die künftige Schullandschaft in Crimmitschau hat die Verwaltung am Montagabend auf einer Mitgliederversammlung des CDU-Stadtverbandes präsentiert. Erstmals wurde über die Zukunft der drei Grund- und zwei Mittelschulen öffentlich diskutiert. Vorangegangen sind laut Oberbürgermeister Holm Günther (Für Crimmitschau) viele Beratungen hinter verschlossenen Türen. Deutlich wurde nach Präsentation der Verwaltungsvorschläge, dass die Grundschule in Frankenhausen anscheinend die schlechtesten Überlebenschancen hat.
Der Ortschaftsrat Frankenhausen bangt dabei nicht nur um die Grundschule. Oberbürgermeister Holm Günther (Für Crimmitschau) hat schließlich noch einen Vorschlag gemacht: Wenn die Sahnschule zum Grundschul-Domizil würde, könne ein Hortanbau nötig werden. Im Gegenzug ist für ihn der Verzicht auf den Neubau der Kindertagesstätte in Frankenhausen denkbar. Stattdessen soll dort die dann leer stehende Grundschule zum Kindergarten umgebaut werden. Einen Finanzierungsvorschlag gibt es dafür aber nicht.
Stefan Rudert hat indes bereits zum Gegenangriff ausgeholt. Der Ortschaftsrat präsentiert eine achte, eigene Variante. Die sieht den Erhalt der eigenen Grundschule in Frankenhausen vor und stattdessen die Schließung der Grundschule in Blankenhain. Genau dieses Kräftemessen der Ortsteile will der Oberbürgermeister gern verhindern.
Ortsvorsteher Stefan Rudert (Sächsischer Heimatschutz) versteht das als Kampfansage: "Das Aus für unsere Grundschule würde Rieseneinschnitte für unseren Ort bedeuten", sagt er. Dabei sieht er keinen Grund, den Standort in Frankenhausen infrage zu stellen. An der Schule lernen 200 Kinder. Es gibt keinen Schülermangel. "Das Problem liegt doch im Bereich der Mittelschulen", meint Rudert. Es gilt als unsicher, dass es künftig alljährlich 80 Anmeldungen für die Bildung der erforderlichen vier Klassen gibt. Die Einwohnerentwicklung sowie die wechselnden Zugangskriterien fürs Gymnasium oder der Zuspruch für die private Mittelschule in Neukirchen sind schwer zu kalkulieren.

