Brückenbauwerk Fast parallel zur Bahnstrecke entsteht über die Seelingstädter (rechts), die Kleinbernsdorfer Straße und den Koberbach das längste Brückenbauwerk des Abschnittes.

Foto: Thomas Michel

Für Westtrasse entstehen 12 neue Brücken

Bau an der Schnellstraße soll fortgesetzt werden

Werdau. Der Streckenverlauf der beiden Teilstücke der Westtrasse zwischen der Ronneburger Straße in Werdau und dem Nordverbinder in Neukirchen steht fest. Die 38 Millionen Euro, die der insgesamt 7,2 Kilometer lange Abschnitt kosten soll, sind im Haushalt des Freistaates eingeplant. Begonnen wird mit dem Errichten der geplanten 20 ingenieurtechnischen Bauwerke.

Allein auf dem 2,5 Kilometer langen Teilstück zwischen der Ronneburger Straße und der Seelingstädter Straße sind insgesamt 14 Brücken, Lärmschutzwände und Stützmauern geplant. Dabei zählen die geplanten sechs Brücken, jede von ihnen hat eine Länge zwischen fünf und sechs Metern, zu den aufwändigsten Vorhaben.

Die eigentlichen Brocken entstehen auf dem anschließenden Teilstück bis zum Nordumfahrer. Auf dem 4,7 Kilometer langen Abschnitt sind sechs Brücken geplant. Dabei übertrifft das Bauwerk, das sich über die Seelingstädter Straße, den Koberbach und den Pfarrgraben erstrecken wird, in der Größe das Viadukt über das Leubnitztal. Bisher galt das Bauwerk mit einer Höhe von 20 Metern und einer Länge von 199 Metern als das größte der Westtrasse auf hiesiger Flur. "Die Brücke über den Koberbach wird eine Weite von 325 Metern haben", sagt Martina Pirk, Pressesprecherin des Sächsischen Wirtschaftsministeriums.



Zwei Jahre Bauzeit veranschlagt

Allerdings ist sie nur knapp sechs Meter hoch. Als Bauzeit sind, so wie bei der Brücke über das Leubnitztal, zwei Jahre veranschlagt. Ähnliche Abmaße weist die Brücke auf, die über dem Spaniertalgraben errichtet wird. Sie wird eine Länge von 320 Metern und eine Höhe von 4,50 Meter haben. Selbst die Brücken über das Langenreinsdorfer Tal sowie die Straße nach Langenreinsdorf gehören mit einer Weite von 163 Metern zu den großen Bauwerken der Westtrasse. Eine Weite von 125 Metern wird die viertgrößte Brücke, die über den Ziegeleibach führt, haben.

Dagegen wirkt das Brückenbauwerk über den Tiefengrundbach mit einer Weite von 72 Metern und einer Höhe von 3 Metern schon fast bescheiden. Alle 12 Brücken haben zusammengerechnet eine Länge von mehr als 1000 Metern.

Wann mit den Arbeiten für die Verlegung der Staatsstraße 289 auf Neukirchener Flur begonnen wird, ist derzeit noch unklar. "Gegen den Planfeststellungsbeschluss wurde geklagt. Das Urteil steht noch aus", sagte am Dienstag Stefan Hagenbeck, Chef der Planfeststellungsbehörde in der Landesdirektion Chemnitz. Erst wenn die Entscheidung vorliege, könne man sagen wie sich das Urteil auf das Bauvorhaben auswirken würde. Ebenfalls noch aus steht die Antwort auf eine Petition, die eine Bürgerinitiative aus Neukirchen im Landtag eingereicht hat. Die Unterzeichner fordern den Streckenverlauf der Straße in westliche Richtung, weiter weg von den Siedlungen Tannersberg und Krippenberg, zu verschieben.

Planungsunterlagen liegen aus

Bewegung kommt inzwischen auch in den Abschnitt der Westtrasse, der sich südlich vom Werdauer Abschnitt auf Fraureuther Flur erstreckt. Ab 10. Februar liegen die Unterlagen des Planfeststellungsverfahrens für die Verlegung der Staatsstraße 289 im Bereich Ruppertsgrün - das 1,5 Kilometer lange Teilstück beginnt an der Anschlussstelle Greizer Straße und verläuft parallel zur Bahnstrecke bis zur Reichenbacher Straße - im Gemeindeamt Fraureuth sowie im Werdauer Rathaus aus. Bis zum 9. März können die Papiere eingesehen werden. Das noch offene letzte Teilstück der Westtrasse im Bereich Römersgrün befindet sich noch in der Planung.

 
erschienen am 07.02.2012 ( Von Uwe Mühlhausen )
 
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