Die Freibäder der Region erwiesen sich am Wochenende als Publikumsmagneten. So stellte das Sahnbad in Crimmitschau mit an beiden Tagen insgesamt rund 2500 Gästen den Jahresrekord auf. Klarissa Seifert, Paula Schleicher und Jasmin Schumann (v. l.) suchten Abkühlung im Mannichswalder Erlebnisbad.
Foto: Thomas Michel
Juli-Hitzerekord eingestellt
Sonntag war in Werdau mit maximal 36,7 Grad der bisher heißeste Tag des Jahres
Werdau. Man musste am Wochenende schon ein genaues Thermometer zur Hand haben, um festzustellen: So heiß war es diesen Sommer noch nie. Um 16.10 Uhr hatte es am Sonntag erstmals den Anschein, als fiele der Jahres-Hitzerekord für Werdau vom 27. Juli, der bei 36,5 Grad Celsius im Schatten gelegen hatte, gemessen an jenem Tag in Werdau-Ost. 25 Minuten später stand es dann fest: 36,6 Grad, und erst bei 37,7 kehrte sich die Tendenz um.
Offenbar war es am 15. heißen Tag des Jahres (über 30 Grad) aber zu warm, dass sich eine größere Zahl Anrufer dazu aufraffen konnte, dem Aufruf der "Freien Presse" vom Sonnabend zu folgen, telefonisch aktuelle Zahlen in der Redaktion durchzugeben. Immerhin meldete Christian Kullmann aus Langenhessen mit 38,1 Grad Celsius, gemessen am Boden, einen respektablen Wert. Zugleich füllte er eine Lücke: An der Kasse des Strandbades an der Koberbachtalsperre sah man sich gegen 16 Uhr außer Stande, Auskunft über die aktuelle Lufttemperatur zu geben. Anders in den anderen Bädern der Region: Das Sahnbad Crimmitschau meldete 37 Grad, das Erlebnisbad Mannichswalde 34 Grad, das Waldbad Fraureuth 33 Grad, das Freibad Leubnitz "nur" 30 Grad.
Nach den Niederschlägen vom Donnerstag reichten die Temperaturen allerdings noch nicht, dass für den Landkreis Zwickau die seit vier Tagen geltende Waldbrandwarnstufe 1 (geringe Waldbrandgefahr) wieder heraufgesetzt werden musste. Sie hatte in der Region bis 7. August auf diesem Niveau gelegen, dann vom Folgetag an für eine Woche auf Stufe 2 (mittlere Waldbrandgefahr) und war am vergangenen Mittwoch auf Stufe 3 (hohe Waldbrandgefahr) angehoben worden.

