Sylvia Langheinrich vom Werdauer Bauhof ist auch bei den frostigen Temperaturen jeden Tag mit dem Abfallfahrzeug im Stadtgebiet unterwegs. Ihr Rezept gegen die Kälte: warm einpacken.
Foto: Thomas Michel
Kälteste Nacht des Winters: Werdau zittert bei minus 21,4 Grad Celsius
Heizungen laufen auf Hochtouren - Feuerwehr kämpft mit den Folgen
Werdau/Crimmitschau. Geplatzte Wasserrohre, festgefrorener Müll und glatte Straßen sind nur ein Teil der Folgen der anhaltenden frostigen Temperaturen. Zu Wochenbeginn wurde in Werdau zudem noch der aktuelle Kälterekord aufgestellt: minus 21,4 Grad Celsius.
Gegen die eisigen Temperaturen hilft am besten eine warme Heizung. Das freut besonders die örtlichen Stadtwerke. "Wir merken, dass die Abnahme gestiegen ist", sagt Steffen Pause, Geschäftsführer der Stadtwerke Werdau. Im Bereich Wärme und Gas sei am Montag eine Leistungsspitze erreicht worden. Im Vergleich zu einem normalen Wintertag stieg die Auslastung am Montag um 44 Prozent. "Trotzdem laufen die Anlagen noch nicht auf Hochtouren", sagt Pause.
Glücklicherweise seien die Kunden bisher auch von eingefrorenen Heizungen verschont geblieben. Anders sieht es da in Crimmitschau aus. Gleich zweimal musste die Freiwillige Feuerwehr am Wochenende ausrücken, um im Blumenweg und auf der Friedrich-August-Straße auslaufendes Wasser abzupumpen. "Bei diesen Temperaturen sollten die Heizungsanlagen nicht völlig abgeschaltet werden", rät Stefan Fritzsche von der Feuerwehr Crimmitschau.
Mit Problemen ganz anderer Natur kämpfen derzeit die Abfallentsorger. "Es kommt vor, dass der Biomüll in den Tonnen festfriert, wenn er nicht in Tüten verpackt wird", sagt Eva Herzog vom Amt für Abfallwirtschaft. Aber da die Zufahrtswege in diesem Jahr frei sind, kann der Müll pünktlich entsorgt werden. Doch auch wenn es relativ trocken ist, müsse laut Straßenmeister Jens Frenzel gestreut werden. "Wir kontrollieren früh und abends die Straßen. Auf einigen fließt Hangwasser auf die Fahrbahnen, da müssen wir salzen", sagt der Werdauer Straßenmeister.
In der Pleißentalklinik wurden bisher vor allem Patienten nach Stürzen eingeliefert. "Um Erfrierungen vorzubeugen, hilft eigentlich nur warm anziehen, sich bewegen und so kurz wie möglich draußen bleiben", rät der leitende Chefarzt der Klinik, Michael Hurtig.


