Klubführung gewinnt Vertrauen der Politik zurück
Stadtrat entscheidet einstimmig: ETC Crimmitschau muss künftig keine Berichte des Wirtschaftsprüfers mehr auf den Tisch legen
Crimmitschau. Crimmitschau. Der Eishockey- und Tennisclub (ETC) Crimmitschau kann künftig das Geld für einen Wirtschaftsprüfer einsparen. Das steht nach einer Entscheidung des Stadtrates fest. Der 442 Mitglieder zählende Sportverein hatte im Mai 2007 eine außerordentliche Vereinsförderung in Höhe von 150.000 Euro aus der Stadtkasse erhalten, damit die drohende Insolvenz abgewendet werden konnte.
Diese Zahlung hat der Stadtrat aber an eine Bedingung geknüpft: Der ETC-Vorstand muss den Abgeordneten jährlich den Bericht eines Wirtschaftsprüfers auf den Tisch legen. Mit den präsentierten Zahlen in den vergangenen beiden Jahren hat Vereinschefin Christine Zippel offenbar das Vertrauen der Kommunalpolitiker wieder zurück gewonnen. "Fraktionsübergreifend besteht Einigung, dass die zweimalige Überprüfung der ordnungsgemäßen Verwendung der Fördermittel und Sponsorengelder als ausreichend betrachtet wird", begründet Oberbürgermeister Holm Günther (Für Crimmitschau) die Entscheidung der Kommune. Beim ETC sorgt dieser Schritt für einen besseren finanziellen Spielraum. "Wir mussten schließlich einen Betrag im guten vierstelligen Bereich für den Wirtschaftsprüfer ausgeben. Das Geld können wir nun für die Vereinsarbeit verwenden", kommentiert Christine Zippel. Beim ETC hatte sich bis zum Sommer 2007 ein Schuldenberg von rund einer Million Euro angehäuft. Nach der Ausgliederung des Profiteams in eine eigene Spielbetriebsgesellschaft läuft derzeit immer noch die Entschuldungsphase des Stammvereins. "Wir befinden uns dabei auf einem guten Weg. Das wird auch durch das Vertrauen der Stadträte bestätigt", sagt die Vereinsvorsitzende.


