Sachsens Waldkönigin Sandy (Münsner) und Werner Hoppe vom Verein Waldarbeitermeisterschaft freuten sich über die große Resonanz der Besucher.
Foto: Thomas Michel
Königin gibt Auskunft über ihren Wald
Zum 10. Mal hat der Forst in den Werdauer Wald eingeladen
Langenbernsdorf. Der Werdauer Waldtag auf dem Holzplatz hat für die Besucher viel geboten. "Freie Presse" fand zehn Gründe, warum man die Jubiläums-Auflage nicht versäumen durfte.
Hoheit treffen. Die 4. sächsische Waldkönigin Sandy I. gab sich auf dem Holzplatz die Ehre. Angetan mit einem Krönchen aus Hagebutten und Blättern gab die Lengefelderin Auskunft über ihr Ehrenamt, das sie bis Oktober 2012 ausüben wird. Die 35-Jährige studiert Forstwissenschaften und hat ihren Traumprinzen bereits gefunden.
Kettenschnitzern zuschauen. Die Langenbernsdorfer Uwe und Frank Hempel gaben ein Heimspiel und zeigten den Zuschauern, wie ein Krokodil entsteht. "Das kommt ins Sahnbad", sagt Uwe Hempel, der am ersten Oktoberwochenende zu den Deutschen Meisterschaften der Kettensäger nach Mulda fährt.
Nistkästen zimmern. Das haben viele Kinder am Stand des Natur- und Umweltzentrums Vogtland gemacht. "Wir sind zum zweiten Mal dabei", sagt Michael Thoß. "Diesmal haben wir mehr Baumaterial mitgebracht." Für 11,50 Euro konnte man sich einen Meisenkasten zimmern.
Jagdhunde bestaunen. Von Dackel bis Jagdterrier reichte die Palette der Hunde, die Jäger und Hundehalter vorstellten. Sie informierten auch über die Ausbildung der vierbeinigen Gefährten.
Theaterstück erleben. 25 Drei- bis Neunjährige des Johanniter-Kindergartens Langenbernsdorf spielten das Stück "Die kleine Raupe und das Gärtchen". Zwei Monate lang wurde geprobt, sagte Erzieherin Antje Schleicher.
Kräuter testen. Wulf Xylander vom Kräuterhof aus Tissa offerierte das Kraut der Unsterblichkeit Jiaogulan und ließ die Besucher auch Ginkgoblätter kosten. Der 66-jährige Kräuterkenner schwört auf die Kraft der Pflanzen, aber "nur allein davon wird man nicht 100".
Fingerfertigkeit bewundern. Wie man mit der Kettensäge einen Bleistift spitzt, zeigten sechs Männer des sächsischen Waldarbeitermeisterschaftsvereins. Ihr insgesamt dreimal gezeigtes Showprogramm umfasste zum Beispiel auch das schnelle Entasten von Bäumen.
Wildes kosten. Vier Wildschweine mussten ihr Leben lassen, um von der Landfleischerei von Albrecht Müller in Beiersdorf zu Sülze, Salami, Gulasch oder Schinken verarbeitet zu werden. Das Schwein vom Spieß mit Sauerkraut schmeckte selbst bei tropischer Hitze.
Wissen testen. Beim großen Wald-Quiz konnten Kinder und Erwachsene testen, was sie über den Wald und seine Bewohner wissen. So wurde zum Beispiel gefragt, was "Hosenflicker" sind und wie viel Waldfläche Sachsen hat. Für jeden der mitmachte, egal wie viel er wusste, gab es kleine Preise.
Funde bewundern. Sage und schreibe 120 Pilze hatten der BUND und die Pilzfreunde aus Zwickau und Umgebung zur Schau gestellt. "Das Sammeln war eine echte Qual", gab Experte Heinz Jurkschat unumwunden zu. "Selbst dort, wo immer Schwamme wachsen, gibt es derzeit nichts zu finden."


