Die Radler, die rund 640 Kilometer in den Beinen hatten, fuhren am Freitagmorgen zur Sporthalle, wo sie offiziell empfangen wurden.
Foto: Thomas Michel
Muskelkater sitzt immer mit im Sattel
Schüler kommen von Ostsee-Werdau-Radtour zurück
Werdau. Es war wie ein kleiner Vorgeschmack auf Olympia. 31 Schülerinnen und Schüler samt Begleitpersonen haben sich der großen Herausforderung gestellt: Sie sind rund 640 Kilometer mit dem Fahrrad von Rostock nach Werdau gefahren.
Donnerstagabend haben sie ihr Ziel erreicht. Bei der Tour war nicht nur Dabeisein alles, sondern auch das Ankommen. Am Freitagmorgen wurde die Radlergruppe unter begeistertem Beifall in der Sporthalle des Werdauer Humboldt-Gymnasiums empfangen.
3 Stürze, 14 Pannen, ein dreifacher Speichenbruch und mehrere Defekte hatten die 31 fahrende Personen umfassende Gruppe nicht gehindert, die insgesamt fünf Etappen hinter sich zu bringen.
Für einige Schüler radelte es sich sogar leichter als vorher gedacht. "Es war eine richtig gute Tour. Ich hatte keine Probleme, aber wir haben zuvor ja auch oft trainiert, ansonsten wäre das wohl nicht so super gelaufen", resümierte Jonas Rose. Lediglich die längste, 154 Kilometer lange Tagesetappe, bezeichnete der 16-Jährige als relativ schwierig, wenngleich machbar.
Zufrieden war auch Sportlehrer Stephan Hoffmann. Und das nicht nur, weil er diesmal mit einem neuen Fahrrad unterwegs war. "Wir hatten optimales Wetter, auch mal einen Schauer. Alle haben gut mitgezogen. Der Physiotherapeut, der uns begleitet hat, war Gold wert. Muskelkater gehört jedoch auf jeden Fall dazu", sagte Hoffmann. Nach den fünf Etappen waren die Ostsee-Radler exakt 638 Kilometer gestrampelt. Dafür hatten sie 30 Stunden und 15 Minuten im Sattel gesessen.
Bereits zum neunten Mal hatte Stephan Hoffmann die "Tour der Leiden", wie er sie nennt, auf die Beine gestellt. Und dennoch war sie eine Premiere. Erstmals hatten sich Schüler aus der Sahn-Mittelschule aus Crimmitschau beteiligt. Das soll auch zur Jubiläumsauflage 2013 so sein.

