Dramatischer Jahresauftakt für die Wehr am 14. Januar: Das Wohnhaus Friedrichstraße 17 brennt auf allen drei Etagen.
Foto: Holger Frenzel
Retter rücken zu 131 Einsätzen aus
2009 arbeitsreiches Jahr für Crimmitschauer Feuerwehrleute -Fuhrpark jetzt mit moderner Technik
Crimmitschau. Crimmitschau. Für die Freiwillige Feuerwehr Crimmitschau hat es 2009 deutlich mehr Arbeit gegeben als in den vorangegangenen Jahren. Die Retter mussten zu 131 Einsätzen ausrücken. Dabei kamen insgesamt 2448 Einsatzstunden für Brandbekämpfung und technische Hilfeleistung zusammen. Das sind rund 1000 Einsatzstunden mehr als im Jahr 2008.
"Das liegt wohl vor allem an den sieben Großbränden", blickte Gemeindewehrleiter Werner Spalerski zur Jahreshauptversammlung auf die Ereignisse des vergangenen Jahres zurück. In der Jahresstatistik der Floriansjünger tauchen 23 Brände, 79 technische Hilfeleistungen und 13 Einsätze, bei denen die Feuerwehr nicht mehr tätig werden musste, auf. Dazu kommen noch neun Fehlalarme. Die meisten Einsätze mussten im August absolviert werden. In diesem Monat wurde die Feuerwehr 18-mal alarmiert. Dagegen war der Mai mit sechs Einsätzen der ruhigste Monat. Fast bei jedem siebenten Einsatz greifen die Verantwortlichen auf die Unterstützung der Ortsfeuerwehren zurück.
Der freiwilligen Feuerwehr in Crimmitschau und in den Ortsteilen stehen insgesamt 247 Einsatzkräfte zur Verfügung. Nachdem die Zahl in den vergangenen Jahren stets konstant geblieben ist, mussten die Brandschützer in der Stadt an der Pleiße im Jahr 2009 mit acht Leuten weniger auskommen.
Der Fuhrpark der freiwilligen Feuerwehr hat im vergangenen Jahr eine Verjüngungskur erhalten. Zwei Ortsfeuerwehren können neue Fahrzeuge nutzen. Im März erfolgte die Übergabe eines neuen Löschfahrzeuges für die Ortsfeuerwehr in Langenreinsdorf. Die Anschaffungskosten liegen bei 215.000 Euro. Für die Ortsfeuerwehr in Gösau steht seit dem Dezember ein neues Tragkraftspritzenfahrzeug zur Verfügung. Dafür hat Crimmitschau rund 80.000 Euro ausgegeben. Für die beiden Investitionen hat die Kommune auch Fördergelder vom Landkreis erhalten. Der Wagen für Lan-genreinsdorf wurde mit einem Zuschuss von 72.000 Euro und das Fahrzeug für Gösau mit einer Finanzspritze von 60.000 Euro gekauft. Obwohl der Stadtrat noch keinen Haushaltsplan für 2010 beschlossen hat, kündigte Oberbürgermeister Holm Günther (Für Crimmitschau) an, dass der Investitionskurs fortgesetzt werden soll. Die Ortsfeuerwehren in Großpillingsdorf und in Rudelswalde sollen ebenfalls noch neue Fahrzeuge erhalten. Die Anschaffungskosten von insgesamt 150.000 Euro will der Stadtrat in die mittelfristige Finanzplanung einordnen.


