Richtkrone ziert Schulanbau
Sanierung des alten Komplexes schließt sich nahtlos an
Fraureuth. Am Freitagnachmittag ist am Ergänzungsbau der Grundschule in der Zwickauer Straße Richtfest gefeiert worden. Zuvor versenkte Bürgermeister Matthias Topitsch (CDU) den letzten Nagel im Dach des Gebäudes. In einer anschließenden kurzen Ansprache zeigte sich das Gemeindeoberhaupt optimistisch, dass der Fertigstellungstermin gehalten werden kann. "Im Oktober werden wir an gleicher Stelle wieder stehen und dann den Anbau in Betrieb nehmen", versprach Topitsch den Anwesenden.
Zu den Gästen gehörten Vertreter der Gemeinde, Bauschaffende, Anwohner und Lehrer. Die Kinder, welche im Herbst den Ergänzungsbau beziehen sollen, befanden sich bereits seit wenigen Stunden in den Sommerferien. Für einen Teil von ihnen war es zugleich der letzte Tag an der Fraureuther Einrichtung. 24 Mädchen und Jungen wechseln mit Beginn des neuen Schuljahres am 25. August in die Mittelschule, zwölf besuchen künftig das Gymnasium. Dazu müssen die Kinder weitere Wege als bisher auf sich nehmen. Die einst im Ort vorhandene Mittelschule wurde im Sommer 2005 geschlossen.
Trotz Ferienzeit gehen die Arbeiten am Bauvorhaben in Fraureuth ohne Einschränkungen weiter. Damit diese weiter so zügig wie bisher verlaufen können, hat der Gemeinderat auf seiner jüngsten Sitzung noch einmal Bauleistungen in Höhe von rund 250.000 Euro vergeben. "Damit erhöht sich das Volumen auf 1,6 Millionen Euro", sagte das Gemeindeoberhaupt am Rande des Richtfestes.
Erfreut zeigte sich Topitsch, dass der Wertumfang aller bisher vergebenen Leistungen 378.000 Euro unter der ursprünglich geplanten Summe liegt. Lediglich die beiden noch offenen Lose für die Gestaltung der Außenanlagen und den Bau des Sportplatzes stehen noch aus. Diese sollen durch den Gemeinderat im September vergeben werden.
Bis jedoch die ersten Bagger im April dieses Jahres auf der Baustelle anrücken konnten, mussten einige Hürden aus dem Weg geräumt werden. So wurde der erste Fördermittelantrag für das insgesamt 2,4 Millionen Euro teure Vorhaben von der SAB abgelehnt. Nach einer Überarbeitung habe es dann im Oktober aber grünes Licht für die rund 1,2 Millionen Euro Fördermittel gegeben. Die Fraureuther waren jedoch mit dem geforderten Zeitplan nicht einverstanden. "Wir sollten bis zum Ende dieses Jahres fertig sein", sagte der Bürgermeister, der sich letzten Endes mit der SAB auf die ursprünglich von der Gemeinde favorisierte Zeitschiene einigte.
So soll zunächst der Neubau entstehen, anschließend stünden der Umzug und die Sanierung des Altbaus auf dem Programm. "Mit Beginn des Schuljahres 2009/10 haben wir hoffentlich alles hinter uns und einen modernen Schulstandort", meinte Topitsch. An diesem sollen dann alle Mädchen und Jungen im Grundschulalter unterrichtet und die bisher noch vorhandene Außenstelle in Ruppertsgrün geschlossen werden.


