Auf den Anblick der Eisläuferin aus Bronze müssen Besucher des Eisstadions wieder verzichten.
Foto: Polizei
Täter beschädigen Fuß der Eisläuferin
Statue bereits zum zweiten Mal in Mitleidenschaft gezogen, die Polizei ermittelt
Crimmitschau. Die Bronzestatue begrüßt seit Donnerstag nicht mehr die Besucher des Kunsteisstadions im Sahnpark. Das Wahrzeichen der Sportstätte wurde von unbekannten Tätern in der Nacht von Mittwoch zu Donnerstag beschädigt. "Die Täter haben die Statue vom Sockel gestoßen. Dabei ist ein Teil des Fußes abgebrochen", teilt Polizeisprecher Jan Meinel mit. Den Sachschaden beziffern die Beamten vorerst auf rund 4000 Euro. Meinel: "Dabei handelt es sich um eine Grobschätzung. Dieser Wert kann sich bei einer genaueren Untersuchung durch Restauratoren noch verändern".
Die Beamten wissen bisher noch nicht, ob es sich um einen versuchten Diebstahl oder eine gezielte Sachbeschädigung handelt. Die Ermittlungen zur Zerstörung der 120 Kilogramm schweren Bronzestatue stehen noch ganz am Anfang. Die Kriminalisten versuchen nun vor allem den Tatzeitraum genauer einzugrenzen. Am Mittwochabend fand im Kunsteisstadion die Zweitliga-Eishockeypartie zwischen Crimmitschau und Bremerhaven statt.
Ob Besucher der Begegnung für die Straftat verantwortlich sind, kann noch nicht genau gesagt werden. "Wir benötigen nun vor allem Zeugenaussagen zur Eingrenzung der Tatzeit oder zum Vorfall", sagt Meinel. Die Mitarbeiter der Stadt haben am Donnerstag den Schaden an die Versicherung und Eigentümer gemeldet. Die Statue hat einen Wert von 40.000 Euro. Nach dem Vorfall wurde sie in einem Lagerraum des Stadions abgelegt. "Weitere Entscheidungen zur Zukunft der Statue fallen zu Beginn des neuen Jahres", sagt Rathaussprecherin Cornelia Ey.
Die Statue ist bereits zum zweiten Mal innerhalb kurzer Zeit in Mitleidenschaft gezogen wurden. Das Unikat - 1936 entstanden - wurde im Juni 2010 von zwei Männern aus Crimmitschau entwendet und später unter der Autobahnbrücke in Frankenhausen gefunden. Ein Gericht verurteilte die Täter zu Bewährungsstrafen.
Die Restaurierung der Schlittschuhläuferin zog sich lange hin. Am 10. August 2011 haben die Mitarbeiter der Stadtverwaltung das Kunstwerk wieder vor dem Sahnpark aufgestellt. Auf zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen durch Videoüberwachung oder Absperrung hatte Crimmitschau verzichtet.


