Frank Neuber kontrolliert den Flansch, mit dem ein Rohr auf dem Grund der Koberbachtalsperre verschlossen werden soll.
Foto: Thomas Michel
Talsperre erhält XXL-Stöpsel
Nach Winterpause wird Erneuerung der technischen Anlagen fortgesetzt
Langenhessen.
Langenhessen. Nach witterungsbedingter Pause werden in dieser Woche die Arbeiten zur Modernisierung der technischen Anlagen in der Koberbachtalsperre wieder aufgenommen. Vorerst konzentrieren sich die Arbeiten auf den Entnahmeturm. Im Inneren des Bauwerkes werden Betonsanierungen vorgenommen.
"Viel mehr ist bei der Witterung im Moment nicht möglich", erklärt Projektleiter Sven Beyer. Erst nachdem das Eis auf dem Gewässer geschmolzen ist, können auch die Taucher ihre Arbeiten wieder aufnehmen und die in 20 Meter Tiefe liegenden Rohre verschließen. Das geschieht mit einem Stöpsel im XXL-Format, der bereits neben dem Entnahmeturm liegt. Zwei Versuche, den Flansch mit einem Durchmesser von 1,20 Meter in die Tiefe zu bugsieren und zu befestigen, sind im Herbst gescheidet. Schuld daran war die ungenügende Sichtweite am Boden der Talsperre.
"Wir haben keinen Zeitdruck. Die neuen Grundablässe werden erst im Frühjahr geliefert", so der Projektleiter weiter. Dennoch sind die Vorbereitungen für den Austausch der Technik nahezu abgeschlossen. Die Grundablässe, mit deren Hilfe der Pegelstand der Talsperren reguliert wird, befinden sich in zwei Rohren im Boden der Talsperre.
Damit die Anlagen ausgebaut werden können, müssen die Leitungen, durch die das Wasser von der Talsperre in den Überlauf fließt, trockengelegt werden. Möglich ist dies nur durch das Aufsetzen des Stöpsels. Erst danach wird der erste Schieber ausgebaut und mithilfe eines Lastenaufzuges durch den Turm ans Tageslicht befördert. Sind die Arbeiten abgeschlossen, erfolgt der Austausch des zweiten Schiebers.


