Beide Daumen nach oben: Stefan Czarnecki hat auch im zweiten Wahlgang die meisten Stimmen bekommen. Mit seinen 31 Jahren ist er das jüngste Stadtoberhaupt, das je in Werdau regiert hat. Und in Sachsen ist der CDU-Mann der jüngste Oberbürgermeister. Foto: Thomas Michel
Wechsel im Werdauer Rathaus: CDU-Mann gewinnt OB-Wahl
Stefan Czarnecki ist neuer Oberbürgermeister
Werdau. Für die Sanierung der Diesterweg-Mittelschule hat das Kultusministerium eine Million Euro Fördermittel zugesichert. Diese gute Nachricht verkündete der neue Oberbürgermeister von Werdau, Stefan Czarnecki, am Sonntagabend im Stadtverordnetensaal des Rathauses direkt nach seiner Wahl. Rund 100 Einwohner verfolgten die öffentliche Präsentation der Ergebnisse und konnten zuschauen, wie zügig die Auszählung in den 14 Wahllokalen vonstatten ging. Exakt 18.40 Uhr brandete tosender Beifall auf: Der 31-jährige CDU-Mann stand als Sieger fest. Er hatte 3385 Stimmen (53,4 Prozent) geholt, gefolgt von Petra Jehring, die als Parteilose von den Linken unterstützt wurde. Die Stadtplanerin konnten 2273 Stimmen (35,9 Prozent) verbuchen. Weit abgeschlagen der Banker Michael Jacob. Der SPD-Kandidat konnte nur 679 Wähler (10,7 Prozent) überzeugen. Sehr gering fiel die Wahlbeteiligung aus, sie lag lediglich bei 34,4 Prozent. In der ersten Wahlrunde am 10. Juni gingen immerhin 41,5 Prozent der 18.574 Wahlberechtigten an die Urnen, als Czarnecki ebenfalls schon vorn lag.
Oberbürgermeister Ralf Tittmann (parteilos) wünscht seinem Nachfolger ein glückliches Händchen und dass er die Aufbruchstimmung, die seit zwei Jahren in Werdau herrscht, weiter am Kochen hält. Einer allein kann es nicht richten, sagte Stefan Czarnecki und kündigte eine gute Zusammenarbeit mit der Verwaltung, den Ortschaftsräten und den Bürgern an. "Ich werde das Beste aus den nächsten sieben Jahren machen." Morgen geht der Familienvater aber erst einmal wieder in die Sparkasse als Vermögensberater zur Arbeit. "Sicher werde ich in den kommenden Wochen etwa kürzertreten müssen, um mich hier schon mal ein bisschen einzuarbeiten. Viel mitnehmen und einpacken muss ich ja nicht." Auch Ex-Oberbürgermeister Volkmar Dittrich gratulierte dem jungen Mann zu seinem neuen Job. "Was das Wahlergebnis wert ist, das muss die Zukunft zeigen."

