Werdau: Kandidaten-Quintett in der Wahl zum Bürgermeister schrumpft zu Trio
Freie Wähler erklären Rückzug aus Oberbürgermeisterwahlkampf
Werdau. Bernd Gerber tritt zur Oberbürgermeisterwahl am 24. Juni nicht wieder an. Diese Entscheidung fällte die Freie Wählergemeinschaft einstimmig auf ihrer Zusammenkunft am Montagabend.
"Der Wille der Wähler ist zu respektieren. Und die wollten in der Mehrheit einen jungen Kandidaten aus den Reihen der CDU", sagte der 58-Jährige, der das drittbeste Wahlergebnis, allerdings mit deutlichem Abstand zu Spitzenreiter Stefan Czarnecki verbuchen konnte.
Der als möglicher "Zweitrunden-Kandidat" der Freien Wähler gehandelte Sören Kristensen - Chef einer Logistikfirma und Ortsvorsteher von Langenhessen - hatte keine Ambitionen, für seine Wählervereinigung jetzt ins Rennen zu gehen. "Ich habe in meinem Unternehmen Verantwortung für 20 Leute. Da kann man keine solchen Spontanentscheidungen treffen."
Die Freien Wähler ziehen sich ohne Empfehlung oder Unterstützung für einen anderen Kandidaten von der Wahlkampfbühne zurück. FDP-Mann Dieter Theis, der bereits am Dienstag seinen Verzicht auf einen zweiten Wahlgang erklärt hatte, unterstützt CDU-Kandidat Stefan Czarnecki. Der mit 31 Jahren Jüngste im Kandidaten-Karussell konnte am vergangenen Sonntag mit knapp 39 Prozent die meisten Wähler überzeugen. Für die absolute Mehrheit aller Wählerstimmen - mehr als 50 Prozent - reichte es im ersten Wahlgang aber nicht.
Ihm folgte die einzige Frau in der Bewerber-Runde, Petra Jehring, mit etwas mehr als 24 Prozent der Stimmen. Beide Spitzenkandidaten werden sich auf jeden Fall am 24. Juni wieder dem Veto der Wähler stellen. Noch einmal wissen will es auch der Kandidat der SPD, Michael Jacob. "Die gute Resonanz der Wähler hat mich dazu bewogen. Die erste Halbzeit ist gespielt. Jetzt heißt es in der zweiten nochmal richtig Gas geben", so der Fußball-Fan.
Bis Donnerstag, 12 Uhr, hätten auch noch andere Kandidaten die Chance, für das Oberbürgermeisteramt zu kandidieren, das Ralf Tittmann, (parteilos) aus Altersgründen aufgeben muss. Er wird am 7. Juli 68 Jahre alt. Eventuelle neue Bewerber um den OB-Posten brauchen 100 Unterstützungsunterschriften mit Namen und Adressen der Befürworter.

