Töchterchen Leonie gibt Peter Seebach Halt.
Foto: privat
Zuspruch ist Balsam für die Seele
Nach schwerem Schicksalsschlag schöpft Werdauer Feuerwehrmann wieder Hoffnung
Werdau. Peter Seebach hat ein Stückchen Lebensmut zurückbekommen. "Ich bin vorsichtig optimistisch", sagt der Werdauer, für den sich im Dezember 2010 die Welt schlagartig veränderte. Bei einem Brand-Einsatz im Wohnhaus Markt22 brach der Feuerwehrmann durch den Fußboden im Obergeschoss und stürzte in die Tiefe.
Seitdem kämpft der 27-Jährige nicht nur mit den Schmerzen, sondern auch mit der Unfallkasse Sachsen, die seit März 2011 sämtliche Zahlungen an ihn eingestellt hat. Der Beweggrund: Ein aktuelles Gutachten zeige, dass die Behinderung von Peter Seebach nicht die Folge des jüngsten Unfalls, sondern einer Vorerkrankung sei.
Nach der Veröffentlichung des Schicksals seines Sohnes in der "Freien Presse" habe sich viel getan, schätzt Vater Peter Seebach ein. Er unterstützt seinen Sohn derzeit finanziell und natürlich auch mental. Am Donnerstag fahren beide nach Leipzig zu einer Produktionsfirma, die unter anderem für Pro 7 und das ZDF Beiträge produziert. Das Team will das Schicksal des Werdauer Feuerwehrmannes in einem Fernsehbericht darstellen.
Die persönliche Einladung des Oberbürgermeisters zum Neujahrsempfang am Mittwoch in der Stadthalle habe seinen Sohn sehr gefreut, sagt Peter Seebach. Und die Stadt Werdau sagte dem Unfallopfer Unterstützung zu. So wird sie die Verfahrenskosten übernehmen, die der junge Mann bei einem Widerspruchsverfahren gegen die Unfallkasse Sachsen tragen müsste. "Wir möchten, dass unser Sohn das Verletztengeld gezahlt bekommt, das ihm bis zu 78 Wochen nach einem Unfall zusteht", sagt der Vater, der bisher noch nichts wieder von der Unfallkasse gehört hat. "Das setzen wir notfalls auch vor Gericht durch."
Der junge Feuerwehrmann, der sich nach wie vor in psychologischer Behandlung befindet, freut sich über den Zuspruch seiner Kameraden, von Freunden und völlig Unbekannten. "Etliche Leute haben den Bericht auch im Internet gelesen. Ihre Reaktionen bauen mich sehr auf, ich freue mich darüber."


