Trotz winterlicher Witterungsbedingungen gehen die Arbeiten auf der Baustelle weiter voran.
Foto: Andreas Wohland
Wasserwerke installieren Betonwanne für Regenwasser-Abfluss
Tiefbauarbeiten an der Bahnhofstraße ziehen derzeit die Blicke Neugieriger an
Kirchberg. Irgend wohin muss das Wasser fließen, das bei Regen die Gullys in den Kirchberger Stadtteilen östlich des Rödelbaches füllt. Bevor es sich in den Bach ergießt, wird es künftig ein modernes Auffang- und Überlaufsystem passieren, das die Wasserwerke Zwickau momentan an der Bahnhofstraße, gegenüber dem Abzweig Ernst-Schneller-Straße, bauen.
Die bestehende Kanalisation wird derzeit auf Vordermann gebracht. "Die alten Anlagen entsprachen längst nicht mehr den geltenden Standards. Hier musste dringend etwas zur Erneuerung des Systems getan werden", sagt Bauleiter Klaus Baumann. Die ersten Arbeiten dazu haben bereits im Herbst begonnen. Jetzt entstehen die eigentlichen Anlagen. "Man muss sich die Konstruktion vorstellen wie eine große Wanne aus Stahlbeton. Die festen Bestandteile, die das Regenwasser mitbringt, setzen sich ab. Von da aus fließt es weiter in die nächste Kammer, wo es schließlich abgeschlagen wird und in den Bach abfließt. Dann ist es bereits ziemlich sauber." Bestandteil der Maßnahme ist auch der Neubau des Zulaufsammlers. Ergänzt wird das System mit einem Umlenkbauwerk, für das in dieser Woche unmittelbar am Rödelbach die Baugrube ausgehoben wurde. Es dient dazu, bei starkem Aufkommen an Regenwasser heftige Verwirbelungen zu vermeiden, die die Funktion der Anlage beeinträchtigen könnten.
Ende Mai soll das Baugeschehen abgeschlossen sein. Zum Schluss wird lediglich noch geprüft, ob das geschlossene System dicht ist. Von der Anlage ist am Ende oberirdisch nichts mehr zu sehen. Alles wird mit Erdreich abgedeckt. Die Zufahrtsstraße zu den Grundstücken - unter anderem ist die Verwaltung der Kommunalen Wohnungsgesellschaft Kirchberg von den Arbeiten betroffen - bekommt danach eine Asphaltdecke. "Wir werden auch neue Bäume pflanzen", sichert der Bauleiter zu. Die Kosten für die gesamte Baumaßnahme belaufen sich auf rund 400.000 Euro.

