Das Postkartenmotiv zeigt eine alte Illustration des Anton-Günther-Berghauses auf dem Borberg.
Foto: Privat (Repro)
"800 Jahre Kirchberg": Nach 1000 Postkarten ist Schluss
Auch die Sammler von Postkarten und Sonderstempeln kommen zum Jubiläum auf ihre Kosten
Kirchberg. Kirchberg feiert und auch die Post spielt mit. Cheforganisator Detlef Dix freut sich: "Es sind mitunter diese scheinbar kleinen Dinge, die so ein Fest würzen können." Klein, das heißt: 14,7 mal 10,5 Zentimeter. Dabei handelt es sich um eine Postkarte mit einer alten Darstellung des Anton-Günther-Berghauses. Die Ausflugsgaststätte auf dem Borberg, einem Wahrzeichen der Stadt Kirchberg, wurde bereits 1938 auf Initiative des Erzgebirgszweigvereins gebaut. Das Holzhäuschen sieht heute noch fast so aus wie damals.
Dort knarren noch die Dielen und ruft die Kuckucksuhr. Gleich hinter der Eingangstür versetzt der angestaubte Charme der 30er-Jahre den Gast in längst vergangene Zeiten. Alte Schwarz-Weiß-Fotos, ein geschnitzter Leuchter, der Ofen mit der Jahreszahl 1938.
Zum Fest spendiert die Post einen Sonderumschlag mit Stempel.
Das alles wird zum Stadtjubiläum zahlreiche Besucher begeistern. Sie werden nicht nur das Gasthaus kennenlernen, sondern mit Sicherheit auch einen Blick vom König-Albert-Turm werfen, der nur wenige Meter neben dem Gasthaus seine Mauern gen Himmel reckt.
Am 9./10. Juni können Besucher am Stand der Deutschen Post auf dem Festplatz eine Postkarte in die weite Welt verschicken oder einen Briefumschlag mit Sammlerwert. "Die Post hat uns dafür 1000 Sonderbriefumschläge zur Verfügung gestellt, Sonderstempel inklusive", sagt Dix und vermutet: "Beim Stückpreis von einem Euro werden die wohl ruckzuck vergriffen sein."

