Alte Brücke staut zu viel Wasser
Gemeinde und Besitzer hoffen auf einen Neubau
Langenweißbach. Arbeiten zum Hochwasserschutz plant die Landestalsperrenverwaltung an der Muldenbrücke in Fährbrücke. Die derzeitige, im Besitz der Papierfabrik befindliche Brücke ist zu niedrig.
Ronny Puschmann, Prokurist der 130 Jahre alten Fabrik, wünscht sich einen Neubau, an alter oder anderer Stelle. Er sagt: "Wir setzen uns seit vielen Jahren für eine Modernisierung ein und wollen eine Zufahrt auf neuestem Stand."
Auch Langenweißbachs Bauamtsleiter Marko Rummer plädiert für eine neue Brücke, allerdings am jetzigen Ort, "in einer wirtschaftlich sinnvollen Umsetzung". Man habe den Eigenanteil der Gemeinde im Haushalt eingestellt, erklärt Bürgermeister Jens Wächtler (Freie Wähler). Um diesen stemmen zu können, hat Langenweißbach eine Sonderrücklage gebildet. In dem Topf befinden sich 100.000 Euro, darunter 75.000 Euro aus den Jahren 2010 und 2011 sowie 25.000 Euro aus dem neuen Jahr. Dieser Betrag kann sich aber erhöhen.
Die Brückenveränderung in Fährbrücke im Sinne des Flutschutzes ist seit vielen Jahren ein Thema im Ort. Das Bauwerk ist nicht nur Zufahrt zur Papierfabrik, sondern bindet auch die jenseits der Mulde ansässigen Einwohner und Gewerbetreibenden an Langenweißbach an. (mno)


