Auch ohne Schnee sind Löcher da
Von Winter keine Spur - Doch Wilkau-Haßlau weiß schon, welche Schäden beseitigt werden müssen
Wilkau-Haßlau. Knapp 28.000 Euro bekommt die Stadt Wilkau-Haßlau in diesem Jahr aus einem Förderprogramm des Freistaates Sachsen, mit dessen Hilfe Winterschäden repariert werden sollen. Inklusive eines Eigenanteils, den die Kommune aufbringen muss, stehen ungefähr 37.000 Euro zur Verfügung - so viel wie schon im vorigen Jahr, als das Förderprogramm aufgelegt wurde. Jedoch reichte das Geld nicht ansatzweise, um die vielen Schäden, die der harte Winter 2010/2011 hinterlassen hatte, komplett zu beseitigen. Insofern ist Bürgermeister Stefan Feustel (CDU) nicht böse, dass der aktuelle Winter bisher mild ausfällt.
Denn selbst ohne Neuschäden dürfte das Geld schon jetzt noch nicht einmal ausreichen, um alle bereits vorhandenen Schlaglöcher zu stopfen. An fünf Straßen sind im Moment Arbeiten geplant, rund die Hälfte der 37.000 Euro will die Stadt dabei nutzen, um die Weststraße zu reparieren. Der Rest werde auf Arbeiten an Teich-, Beethoven-, Händel- und Schumannstraße verteilt. "Und dann ist das Geld auch schon alle", sagt Feustel. Die Schlaglöcher sollen nicht nur notdürftig geflickt, sondern richtig ausgefräst, gefüllt und abgedichtet werden.
Neben dem, was Schnee und Eis hinterlassen haben, gibt es auf den Straßen der Stadt auch zahlreiche Schäden, die durch Abnutzung entstanden sind oder von Dritten stammen. Der Technische Ausschuss hat deshalb jüngst eine Prioritätenliste abgesegnet, nach der die Verwaltung in den nächsten Monaten Stück für Stück Reparaturen in die Wege leiten soll. Allein an 21 Gullys besteht demnach Handlungsbedarf, weil kein Wasser mehr abläuft oder die Einläufe eingebrochen sind. "Etwa 12.500 Euro werden die Arbeiten kosten", sagt Stefan Feustel. Zudem sei mancherorts die Straße uneben, weil etwa der Belag nach Bauarbeiten nicht ordnungsgemäß wiederhergestellt wurde. An 15 Stellen will die Stadt tätig werden, rund 25.500 Euro werde das kosten. "Das sind alles Schäden, bei denen der Verursacher unklar oder die Gewährleistung abgelaufen ist", sagt Feustel.
Wo es möglich ist, kommt statt einer Firma der Bauhof zum Zug. Im Ortsteil Silberstraße soll in diesem Jahr entlang der Oberhaßlauer Straße der Gehweg gepflastert werden. Auch entlang der Friedrichsgrüner Straße erhält der Fußweg eine neue Pflasterung. An der Kreuzung des Amselwegs mit der Bundesstraße 93 in Silberstraße soll die Stützmauer in Eigenleistung instand gesetzt werden, sagt Stefan Feustel.


