Auf diesem Areal errichtet Johnson Controls bis Frühjahr 2013 einen großen Gebäudekomplex, mit dem das Unternehmen seine Kapazität am Standort Zwickau mehr als verdoppeln will - von 3,2 auf 6,6 Millionen AGM-Starterbatterien, wie sie Autos mit Start-Stop-Technologie benötigen.
Foto: Andreas Wohland
Batteriehersteller baut in und auf Zwickau
Johnson Controls Power Solutions soll weltweit größte Produzent von Start-Stop-Plus-Batterien werden
Zwickau. Der graue Kasten von der Größe eines Schuhkartons hat es in sich. Statt der sonst bei solchen Zeremonien unvermeidlichen Kupferkapsel ließen Eric Mitchell, Europachef von Johnson Controls Power Solutions, der Zwickauer Werkleiter Matthias Horn und Roland Werner, Staatssekretär im Dresdner Wirtschaftsministerium, am Donnerstag bei der Grundsteinlegung für den Erweiterungsbau an der Flurstraße eine Autobatterie in den Grundstein ein. Besser: Ein "entkerntes" Gehäuse eines jener modernen Start-Stop-Plus-Akkus, wie sie seit 2002 an dem traditionsreichen Produktionsstandort für Großbatterien fabriziert werden. Befüllt war es mit der "Freien Presse" vom Tag, den aktuellen Mitarbeiterzeitungen von Johnson Controls, dem Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht 2010, einer Belegschaftsliste und einem Satz Euromünzen.
Diese 3,88 Euro dürften allerdings der kleinste Investitionsposten bei der Produktionserweiterung sein, die in Zwickau stattfindet. Insgesamt 75 Millionen Euro investiert Johnson Controls Power Solutions in den neuen Werksbereich, der 15.000 Quadratmeter umfassen und die Steigerung der Produktionskapazität an Start-Stop-Plus-Batterien in Zwickau von derzeit 3,2 Millionen auf 6,6 Millionen im Frühjahr 2013 ermöglichen soll.
Produziert werden soll in ersten fertig gestellten Bereichen der neuen Hallen schon ab spätestens Januar 2012. Insgesamt beabsichtigt Johnson Controls laut Werkleiter Matthias Horn, seine derzeitige rund 300-köpfige Belegschaft um rund 100 neue Beschäftigte aufzustocken. Er ermutigt Interessierte ausdrücklich, sich zu bewerben. Gesucht werden vornehmlich Mitarbeiter für eine Anlerntätigkeit, wobei Berufserfahrung in der Metallbranche von Vorteil sei. Bereits jetzt, sagt Horn, laufen werksintern entsprechende Qualifizierungsmaßnahmen. Auch sehe man sich unter den im Werk beschäftigten Leiharbeitern um, wer für die Übernahme in ein festes Arbeitsverhältnis infrage komme.


