An die 50 Dampfmaschinen-Modelle lockten am Sonntag viele Schaulustige nach Niedercrinitz. Dazu gehörte auch der elfjährige Tommy Feustel, der einen der kleinen Schnaufer bewundert.
Foto: Marcus Richter
Dampf treibt die Modelle an
Dampfmaschinen- und Puppenstubenausstellung findet Anklang
Niedercrinitz. Fast 50 Dampfmaschinen-Modelle in allen Variationen schnauften am Sonntag im Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr und der Grundschule Niedercrinitz. "Das verflixte siebte Jahr hat um unsere Veranstaltung einen weiten Bogen gemacht. Trotz Kälte sind fast alle Aussteller gekommen, die sich im Vorfeld angemeldet hatten", sagte Wehrleiter Andreas Karpe. Viele der Technikliebhaber hatten ihre Mini-Maschinen nicht nur angeheizt, um sie laufen zu lassen. Sie trieben damit auch kleine Anlagen oder Figuren an. Entsprechend große Augen machten die jüngsten Besucher.
Tochter liebt die Puppenstuben
Ricardo Förster aus Zeulenroda stieß erst am Sonnabend beim Surfen im Internet auf die Veranstaltung und machte sich am darauf folgenden Morgen mit seinen beiden Kindern auf den Weg. Er konnte gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen. "Ich selbst interessiere mich seit gut einem Jahr für Dampfmaschinenmodelle und möchte auch meinen zwölfjährigen Sohn dafür begeistern. Unsere sechsjährige Tochter spielt natürlich lieber mit Puppen. Es passt also alles", sagte der 36-jährige Thüringer. Andere Jugendliche entdeckten ihre Liebe zu den kleinen Schnaufern bereits vor Jahren. Tommy Feustel aus Wolfersgrün, hatte während der Ausstellung immer ein wachsames Auge auf die drei Dampfmaschinen seines Vaters. "Ich finde toll, das es so viele verschiedene Dampfmaschinen gibt", sagte der Elfjährige.
Felix spart für sein Steckenpferd
Der ein Jahr ältere Felix Hoppe aus Wilkau-Haßlau war mit einem eigenen Modell nach Niedercrinitz gekommen. "Ich war schon öfter auf dieser Ausstellung und habe meine Dampfmaschinen in Funktion gezeigt. Mich begeistert diese Technik einfach", sagte er. Das nötige Geld für sein Steckenpferd hat sich Felix zusammengespart und den einen oder anderen Euro für den Kauf dazuverdient. Besonders stolz war er auf sein dampfbetriebenes Feuerwehrmodell. In Niedercrinitz kamen aber nicht nur die Liebhaber der filigranen Antriebstechnik auf ihre Kosten.
Insbesondere Frauen zog es zu den Puppenstuben, um ein paar Blicke auf die liebevoll gestalteten Einrichtungen zu werfen. Davon machte auch Ilona Heidrich aus Freiberg Gebrauch, die selbst zu den Ausstellern gehörte. "Da mein Mann Dampfmaschinen baut, waren wir bereits vergangenes Jahr hier. In einem Gespräch kam dann die Rede darauf, dass ich mich für Puppenstube begeistere. Was folgte, war die Einladung an uns beide, etwas von unseren Schätzen zu zeigen", sagte sie. Die Atmosphäre der Ausstellung empfand die Freibergerin als ausgesprochen gemütlich. Ein Lob, über das sich Andreas Karpe und seine Mitstreiter freuen dürften. "Zum Glück können wir uns auf einen festen Stamm von Helfern und die Unterstützung durch die Gemeinde verlassen", sagte der Wehrleiter. Schon jetzt stellte er in Aussicht, dass es auch 2013 in Niedercrinitz wieder eine Dampfmaschinen- und Puppenstubenausstellung geben wird: "Die Leuten habe noch so viel Material in ihren Sammlungen. Das reicht noch einige Zeit, um immer wieder etwas Neues zu zeigen."


