Zur Grundsteinlegung für die Schwimmhalle gaben Bauherrin Jutta Giebner (2.v.l.), Oberbürgermeisterin Pia Findeiß (4.v.l.) und Finanzbürgermeister Bernd Meyer (3.v.l.) dem Bauwerk gute Wünsche mit.
Foto: Ralph Köhler
Der erste Stein bekommt Applaus
Grundstein für Schwimmhalle im Stadtteil Schedewitz gelegt
Zwickau. Es sind so viele Zuschauer gewesen wie lange nicht, sagte Bauherrin Jutta Giebner am Donnerstag. Bei ihrer vierten Grundsteinlegung in zwei Jahren war die Geschäftsführerin der Gebäude- und Grundstücksgesellschaft Zwickau von zahlreichen Zwickauern umringt, denen die Vorfreude auf die Schwimmhalle anzusehen war und die zu jedem Hammerschlag applaudierten.
Die Halle selbst ist derzeit nicht viel mehr als eine Grube. Freilich eine von beeindruckenden Ausmaßen. Die Bodenplatte für das künftige Foyer ist bereits fertig. Darüber entstehen noch der Eingangsbereich und ein weiteres Stockwerk für Büros. Nebenan geht es mehr als fünf Meter in die Tiefe: Neben dem Foyer werden Umkleiden und Duschen platziert, ihnen schließt sich ein Lehrschwimmbecken an. Das wird 16,66 mal 10 Meter groß und bis zu 1,35 Meter tief. Den gesamten hinteren Teil der Halle nehmen das acht Bahnen umfassende 50-Meter-Becken samt 3-Meter-Sprungturm sowie die Tribünen für bis zu 300 Zuschauer ein.
Zu erahnen ist dabei noch nicht viel. 23.000 Kubikmeter Erde - das sind rund 2600 Lasterladungen - sind für den Bau abtransportiert worden. Eine Spundwand hält von allen vier Seiten das Wasser fern. Gäbe es die nicht, dann stünde die Grube drei Meter tief unter Wasser, sagt Architekt Bert Hoffmann. Das Schedewitzer Bad ist bei weitem nicht die erste Schwimmhalle, die der Lichtensteiner Unternehmer geplant hat. Doch eine durch den schwierigen Untergrund schief gewordene Schule hat er noch nie ersetzt. Was das verhältnismäßig nahe an der Oberfläche auftretende Grundwasser angeht, da habe er vor allem den Auftrieb der Halle berechnen müssen. "Das heißt, sie muss im leeren Zustand schwerer sein als das Wasser, sonst schwimmt sie wie ein Schiff." Das müsse jedoch niemand befürchten. Stahl, Beton und die Größe des Baus sorgen dafür, dass das Gebäude nicht die Bodenhaftung verliert.
Als nächstes bekommt die Halle ihre Bodenplatte. Der Beton, der schon in der Grube ist, dient nur dazu, dass die Arbeiter nicht im Schlamm stehen, erläutert Projektleiter Mike Peters. Im Boden wird auch schon wieder gesägt - in die Kanäle kommen die Abwasserleitungen. Derweil warten 200 Tonnen Stahl darauf, die Grundlage für die eigentliche Bodenplatte zu bilden. "Die soll vor dem Winter fertig sein", sagt Peters und rechnet mit zwei Monaten Bauzeit. Das könnte knapp werden. "Aber es ist auch noch viel Arbeit. Wir sind optimistisch."


