Diana Beier hat in Japan ihre Liebe gefunden. In den Arcaden stellt sie heute Kimonos vor.
Foto: Marcus Richter
Diana Beier hat in Japan ihre große Liebe gefunden
Am 4. April ist Hochzeit - Langenweißbacherin wird mit ihrem Mann in Yokohama leben
Langenweißbach/Zwickau. In weniger als vier Wochen geht es für die gebürtige Langenweißbacherin Diana Beier in ihre Wahlheimat Japan. Ihre Faszination für das Land der aufgehenden Sonne entdeckte die ehemalige Peter-Breuer-Gymnasiastin schon früh. Durch die japanische Literatur. Im Internet fand sie eine Schreib-Freundin aus Tokio.
"Meinen ersten Japan-Flug hatte ich mit 17 heimlich gebucht. Als ich 18 wurde, hab' ich das meinen Eltern gebeichtet. Bezahlt hab ich die Reise mit meinem dafür gesparten Konfirmationsgeld", verrät die 26-Jährige. In Japan sah das zierliche Mädchen zum ersten Mal Kimonos im Original und war dermaßen fasziniert von der Traditionskleidung der japanischen Frauen, dass sie sich fortan unbedingt einen Kimono wünschte. "Als meine Freundin mich im Jahr darauf in Deutschland besuchte, schenkte sie mir meinen ersten Kimono."
Um sich ihren Traum von Japan zu verwirklichen, studierte Diana in Leipzig Japanologie. Dabei gönnte sich die Abiturientin ein Jahr Auszeit. Ging nach England, wo sie ihre Brötchen in einem Restaurant verdiente, und in die Slowakei, wo sie Deutsch unterrichtete. Bei einem Studienaufenthalt in Japan lernte sie ihren künftigen Mann kennen. "Eigentlich hätte ich ihn gar nicht kennen lernen dürfen. Aber weil ihr Kommilitone auf einer falschen Uni-Party landete, die er so cool fand, rief er auch Diana an. Auf dieser Party traf sie den einen Jahr älteren Taguchi Souichirou.
"Souichirou heißt auf japanisch der Erstgeborene, der perfekte Sohn, ein sehr schöner Name für einen Mann", erklärt die 1,54 Meter große Japanologin, die selbst von Japanern "Hime-Sama" - das Prinzesschen - genannt wird. Souichirous Eltern stellten sich einer Bindung ihres "perfekten" Sohnes mit einer Ausländerin keinesfalls in den Weg. Zuerst waren sie allerdings skeptisch, schon allein wegen der Entfernung. "Es hält doch nicht, Sohn", sollen sie einmal zu ihrem Erstgeborenen gesagt haben, der entschieden entgegnete: "Es hält."
Und nun soll am 4. Mai Hochzeit gefeiert werden. "Wir sind beide am 4. geboren. Souichirou am 4. Juni, ich am 4. August, deswegen wollen wir auch am 4. heiraten." Leben werden sie in Yokohama, der zweitgrößten Stadt Japans, wo sie Deutsch und Englisch unterrichten wird. Und weil es vor der Trauung ziemlich viel Bürokratisches zu erledigen gibt, sitzt sie schon am 2. April im Flieger nach Tokio. "Und ich komme zur schönsten Zeit an - zum Vollblütenfest", sagt Diana Beier, die am Samstag ab 14 Uhr beim Kirschblütenfest in den Zwickau Arcaden ihre Kimono-Sammlung präsentieren wird.


