Katze Bunti genießt es sichtlich, wenn die Auszubildende Franziska Hofmann mit ihr spielt und sie mit Streicheleinheiten bedenkt.
Foto: Andreas Wohland
Für Lilly ist das Haus unheimlich groß
130 Katzen, fast 40 Hunde und ein Dutzend Kleintiere im Tierheim - Nach dem Fest könnten Zahlen noch steigen
Vielau. Zwei Herzen schlagen derzeit in der Brust von Claudia Falk, Leiterin des Tierheimes im Vielauer Wald. Einerseits freut sie sich natürlich auf die bevorstehenden Festtage. Gleichzeitig beschleicht sie aber auch das ungute Gefühl, nach Weihnachten könnte die Einrichtung wieder einige neue Bewohner bekommen. "Es ist nicht allein die Unvernunft, Tiere als Weihnachtsgeschenke anzusehen."
Hinzu komme oftmals noch fehlendes Wissen über die richtige Haltung der Tiere, die dann unter anderem in zwar schön anzusehenden, aber viel zu kleinen Käfige untergebracht werden. Kommt es in Folge davon zu Verhaltensauffälligkeiten, landen die kleinen Lebewesen nicht selten im Tierheim. "Besser wäre es, würden die Leute zuvor bei uns nachfragen. Wir können sie in vielerlei Hinsicht beraten und nicht erst, wenn es schon fast zu spät ist", sagt Claudia Falk.
Tim und Tom sind unzertrennlich
Zu den vielen Samtpfoten, die sich momentan im Tierheim befinden, gehört auch die dreifarbige Katze Bunti. Sie wurde im August in Langenbach zusammen mit drei Welpen aufgefunden. "Wahrscheinlich hatte sie nach der Geburt ihrer Jungen einen Unfall, was die Grätschbeinstellung erklärt. Trotzdem hat sie ihren Nachwuchs aufgezogen", sagt die Tierheimleiterin. Im Alltag fällt Buntis Behinderung kaum ins Gewicht. Sie hat lediglich Probleme mit zu glatten Böden.
Ein unzertrennliches Paar sind die Kater Tim und Tom, zwei Waldkatzenmix. Es handelt sich um zwei Brüder, die sich sehr gut vertragen und ein gemeinsames Zuhause haben sollten. Sie sind absolut verschmust, höchstwahrscheinlich aber Freigang gewohnt, den ihnen auch ein neuer Besitzer gewähren sollte.
Völlig unklar ist Claudia Falk, wie Yorkshire-Terrier-Hündin Lilly zum Fundtier werden konnte. "Sie ist etwa ein dreiviertel Jahr alt und einfach nur süß. Vielleicht ist sie ausgebüxt und hat nicht mehr nachhause befunden. Seltsamerweise gibt bei uns aber auch keine Nachfrage des früheren Besitzers", sagt Claudia Falk. Lilly verfügt über den typischen Terriercharakter, zeigt sich aufgeweckt, pfiffig und darf keinesfalls als 'Handtaschenhund' angesehen werden.
Sandro sucht neues Herrchen
Die kleine Hündin sollte schnellsten vermittelt werden, denn das Heim ist für sie vor allem eines: unheimlich groß und laut. Auch der siebenjährige Schäferhundmix Sandro sucht dringend ein neues Herrchen oder Frauchen. Bei seinem Vorbesitzer war er täglich von früh bis abends von Menschen umgeben. Diesen Kontakt vermisst er jetzt. Sandro ist kein Wachhund, möchte vielmehr mit ins Haus und umsorgt werden. Größere Kinder sind für ihn kein Problem, nur mit Katzen kommt er absolut nicht zurecht.


