Blick von der Ernst-Schneller-Straße auf das Haus an der St. Jacober Hauptstraße 148, das weggerissen werden soll. Das Gebäude auf dem Nachbargrundstück ist bereits beseitigt worden.
Foto: Marcus Richter
Gemeinde stellt Abrissantrag
Denkmalgeschütztes Haus im Sanierungsgebiet soll weg
Mülsen. Mülsen. Das seit langem leer stehende Haus an der St. Jacober Hauptstraße 148 in Mülsen soll abgerissen werden, obwohl es auf der Denkmalschutzliste steht. Darüber informierte jetzt der Mülsener Bauamtsleiter Rolf Härtel. Es habe sich kein Käufer für das Objekt gefunden.
Die Untere Denkmalbehörde im Landratsamt bestätigte auf Anfrage, dass für das Haus ein Abrissantrag vorliegt. "Ein Vor-Ort-Termin hat bereits stattgefunden", so Ilona Schilk, Pressesprecherin im Landratsamt. Dabei habe es erste Aussagen zum möglichen Abriss gegeben. Detaillierte Informationen dazu, was vorher dokumentiert werden muss, würden aber erst in der Abrissgenehmigung formuliert.
Wie der Mülsener Bauamtsleiter sagte, sei geplant, das Gebäude im Zuge der Arbeiten im Sanierungsgebiet "Zentrum" abzureißen. 15.800 Euro solle das Ganze kosten. Bereits verschwunden ist das Haus auf dem Nachbargrundstück, Ernst-Schneller-Straße 2. Das hat die Gemeinde bereits für 20.500 Euro beseitigen lassen. Die Abrissarbeiten werden zu je einem Drittel vom Bund und vom Land gefördert. "Unser Ziel ist es, dass Schandflecke aus dem Ort verschwinden", sagte Rolf Härtel. Was aus den Grundstücken, die beide der Gemeinde gehören, wird, darüber sei noch keine Entscheidung gefallen.
Auch die Lagerhalle der früheren Werkzeugschleiferei auf dem Privatgrundstück an der St. Jacober Nebenstraße 67 A, die seit langem leer steht und marode ist, soll abgerissen werden. Das hat der Gemeinderat auf seiner jüngsten Sitzung einstimmig beschlossen. Hier werden ebenfalls zwei Drittel der Kosten, maximal 6730 Euro, gefördert. (vim)


