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Foto: Peter Steffen/dpa

Gutachter prüfen jetzt Stadionbaupläne

Der Prozess um das Westsachsenstadion geht in die nächste Runde. In Abwesenheit der Streitparteien verkündete der Richter gestern wie es weiter geht.

Von Frank Dörfelt
erschienen am 21.04.2017

Zwickau. Der Rechtsstreit wegen des gescheiterten Umbaus des Westsachsenstadions wird neben Juristen künftig auch Gutachter beschäftigen, das wurde nach dem heutigen Termin am Landgericht klar. Das Zwickauer Architekturbüro Aboa hatte die Stadt wegen Honorarleistungen in Höhe von rund 77.000 Euro verklagt, nachdem diese den Umbau des Stadions zu einer drittligatauglichen Spielstätte abgebrochen und den Vertrag mit den Architekten gekündigt hatte. Die Stadt hatte daraufhin eine Widerklage erhoben und fordert nun ihrerseits 985.000 Euro Schadenersatz.

Beide Standpunkte werden nun von Sachverständigen unter die Lupe genommen. Im ersten Gutachten soll geprüft werden ob die Schlussrechnung der Architekten vom November 2012 korrekt ist. Hauptsächlich geht es um den Bau der Tribünenanlagen. Annähernd 120.000 Euro wurden dafür berechnet. Das entspricht etwa 39 Prozent der ursprünglich beauftragten Leistung. Das Argument der beklagten Stadtverwaltung: es wurden nur 20 Prozent der Leistung erbracht.

Ein weiteres Gutachten soll prüfen ob, wie von der Beklagten behauptet, die Entwurfsplanung Mängel aufweist und die Kostenberechnung fehlerhaft ist. 15 Millionen Euro sollte der Stadionumbau maximal kosten. Wenn die vorgelegte Entwurfsplanung umgesetzt worden wären tatsächliche Kosten in Höhe von etwa 26 Millionen Euro entstanden, wirft die Stadt den Architekten vor. Zudem hätten sie die Risiken des Baugrundes bei der Kostenschätzung nur unzureichend berücksichtigt. Das sei auch der Grund dafür gewesen, weswegen das Bauvorhaben unvollendet abgebrochen worden war.

Die Fortsetzung des seit Februar 2015 laufenden Verfahrens ist jetzt jedoch zunächst von einer Geldforderung des Gerichtes abhängig. Die Architekten müssen innerhalb von vier Wochen für ihr Gutachten 2500 Euro Vorschuss an die Gerichtskasse überweisen, die Stadt Zwickau 5000 Euro. Erst nach Eingang des Betrages wird das jeweilige Gutachten beauftragt. Richter Anton Varga geht davon aus, dass der nächste Termin frühestens im Herbst 2017 stattfinden wird. Wann der Rechtsstreit entschieden werden kann, ist derzeit völlig offen.

 
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