Heike Kozok, Chefin der Gutenberg-Buchhandlung, erwartet noch ein gutes Weihnachtsgeschäft.
Foto: Ralph Köhler
Händler hoffen auf weitere umsatzstarke Tage
Am letzten Wochenende vor dem Weihnachtsfest haben die Kassen geklingelt
Zwickau. Auto-Schlangen vor den Parkhäusern, zugeparkte Straßen, in denen eigentlich keine Fahrzeuge stehen dürfen, Staus an den Kassen von Spielzeugläden und Parfümerien -die Zwickauer und viele Auswärtige haben am Adventssonntag noch einmal richtig zugeschlagen.
Das Weihnachtsgeschäft ist in diesem Jahr spät losgegangen, schätzt Heike Kozok ein. "Dafür ist es entspannter, nicht so hektisch", sagt die Chefin der Gutenberg-Buchhandlung. "Ich bin dafür, dass wir die verkaufsoffenen Sonntage beibehalten." Sie hat aber auch festgestellt, dass Auswärtige nicht nur am Wochenende nach Zwickau zum Einkaufen fahren und erwartet für die kommende Woche noch einmal guten Umsatz. "So lange wir in Zwickau auch den Branchenmix links und rechts der Arcaden sichern, wird Zwickau als Einkaufsstadt bestehen können", meint die Buchhändlerin.
Einen richtigen Renner wie beispielsweise Harry Potter in den vergangenen Jahren hat sie nicht anzubieten. Viele ihrer Kunden wollen etwas Spannendes unter den Weihnachtsbaum legen. Krimis von Martin Walker gehen gut. Gefragt sind auch die Schriftsteller Christoph Hein und Arno Geiger. Und Loriot. "Da wird es langsam eng."
Michael Bilinger, Centermanager der Zwickau-Arcaden, ist "sehr zufrieden" und froh, dass sich "der Knoten gelöst hat", wie er es ausdrückte, nachdem die ersten beiden Adventswochen seiner Meinung nach etwas zäh angelaufen waren. "Es war proppenvoll", sagte er am Sonntagabend. Die Kunden sind nicht einfach nur durch das Einkaufszentrum geschlendert, sie haben auch gekauft. Deshalb seien seine Mieter zufrieden. "Ich denke, es wird in den nächsten Tagen auf hohem Niveau weitergehen."
Und während man Bücher immer lesen kann, fehlt der Schnee, damit auch die Mitarbeiter von Gü-Sport so richtig zufrieden sind. "Der Schnee hat uns im vergangenen Jahr die Kassen gefüllt", sagt Chefin Gabi Todt ein wenig wehmütig. "Wir verkaufen jetzt mehr Dinge, die der normale Sportler eben so braucht." Obwohl Skianzüge derzeit mehr zu den Ladenhütern gehören, gehen Mützen und Handschuhe. "Auch Schlitten und Skier verkaufen wir hervorragend", sagt Gabi Todt. Und das, obwohl noch gar kein Schnee liegt. "Wir hoffen, dass wir noch einen schönen Winter bekommen. Außerdem haben wir ja noch eine ganze Woche bis Weihnachten."


