Wenn die Riesenschar der Motorradpiloten zum Start rollt, verhüllt eine gigantische Wolke aus Benzindunst den Borberg.
Foto: Marcus Richter
Heiße Öfen warten auf den Start
"800 Jahre Kirchberg" könnte am 2. Juni auch bedeuten: 800 Fahrzeuge lassen es beim Oldtimertreffen am Borberg rauchen
Kirchberg. Für die Fans automobiler Vehikel hat die Jahresplanung längst begonnen. Einen Termin haben die Oldtimerfreunde der Region vermutlich schon seit der 2011er Tour im Kalender, die 15. Auflage der "Kirchberg Classics" am 2. Juni.
Lang ist's her, dass bei der Premiere der Rundfahrt schlappe 98 Fahrzeuge durch die Landschaft zuckelten. In den vergangenen Jahren ist die Teilnehmerzahl rasant gewachsen, hat die Schmerzgrenze deutlich überschritten. Im Rekordjahr 2010 standen 788 Fahrzeuge am Start - daraufhin zogen die Organisatoren die Notbremse. Für das 14. Oldtimertreffen legte die Mannschaft um Cheforganisator Detlef Dix ein Limit von 700 Teilnehmern fest, am Ende standen in der Teilnehmerliste doch wieder 760. Die Macher mussten gestehen: Der Versuch mit dem Limit ist kläglich gescheitert. Niemand brachte es übers Herz, den Teilnehmern von Nummer 701 aufwärts beizubringen, dass man sie wegen des Limits nach Hause schicken muss. "Weil sich alle umsichtig und rücksichtsvoll verhielten, ging am Ende alles glatt", sagt Detlef Dix. So wurde auch das 14. Treffen zum Volksfest auf Rädern.
Die Meinungen zu dem riesigen, nahezu nicht mehr beherrschbaren Teilnehmerfeld gehen nach wie vor auseinander. Ungeachtet dessen setzt die Mannschaft um Dix noch eins drauf, hat aus der Not eine Tugend gemacht und für das 15. Treffen wegen Kirchbergs 800-Jahrfeier das Motto "800 Fahrzeuge für 800 Jahre" ausgegeben. Das wäre erneut Rekord. Bisher haben 117 Fahrer ihre Teilnahme avisiert.
Am 2. Juni, 13 Uhr, startet die Blechlawine am Borberg. Wie immer ruft die Margarethenkirche schon ab 9 Uhr zum Kraftfahrergottesdienst. Unterdessen füllt sich am Vormittag der Festplatz am Borberg. Zugelassen sind zur Rundfahrt alle Fahrzeuge bis Baujahr 1975, vom Fahrrad mit Hühnerschreckmotor über Motorräder mit und ohne Seitenwagen, Autos auf drei und vier Rädern bis hin zu Lastern und Oldtimer-Bussen. Während es sich die Zuschauer an den Straßenrändern mit Hocker und Bier gemütlich machen, schaukeln die Chauffeure ihre Karossen rund 65 Kilometer durch die Landschaft. Große Rast ist diesmal im Brauereigutshof Wernesgrün.
So verläuft die Strecke
Rundfahrt: Festplatz Kirchberg, Niedercrinitz, Cunersdorf Lackiererei Riedel (Kontrollpunkt 1), Wiesen, Burkersdorf Blumenhof Stelzer (KP 2), Saupersdorf SEAT Autohaus (KP 3), Hartmannsdorf, Leutersbach Platz am Denkmal (KP 4), Wolfersgrün Busunternehmen Werner (KP 5), Lauterhofen, Obercrinitz, Bärenwalde, Rothenkirchen, Wernesgrün-Brauereigutshof (KP 6), Rothenkirchen, Wildenau, Stangengrün Feuerwehrgerätehaus (KP 7), Hirschfeld, Kirchberg.
Mehr Informationen unter www.kirchberg.de


