Hochschule spielt Praxisbezug des Studiums als Trumpf aus
Knapp 1000 Schüler haben sich an der Westsächsischen Hochschule über ein Studium in Zwickau informiert
Zwickau. Doppelt so viele Interessenten wie im vorigen Jahr hat Ina Klar am Donnerstag beim Hochschulinformationstag am Stand der Fachgruppe Informatik gezählt. Zu einem großen Teil führt das die Mitarbeiterin der Fachgruppe auf die neuen Studiengänge Gesundheitsinformatik und Kraftfahrzeuginformatik zurück, die die Westsächsische Hochschule ab Herbst an der Fakultät anbietet. "Es war ein großes Interesse da", sagte sie. "Und die, die am Stand waren, schienen auch wirklich Informatik studieren zu wollen."
Die Hoffnung der Hochschulverantwortlichen, mit neuen Studiengängen wie etwa Automobilproduktion auch mehr Schüler für ein Studium in Zwickau zu begeistern, könnte sich bestätigen. Zumindest kamen am Donnerstag mit rund 1000 Schülern schon mal etwa genauso viele wie im Vorjahr - was in Zeiten rückläufiger Schülerzahlen als Erfolg gewertet wurde. Zwar müsse abgewartet werden, wie viele sich dann wirklich anmelden, doch sieht sich die Hochschule mit ihrer praxisorientierten Ausbildung gut aufgestellt.
Den Schülern ist das offenbar bewusst. William Ott zum Beispiel: Der 18-jährige Schwarzenberger, der am Auer Berufsschulzentrum für Technik die zwölfte Klasse besucht, interessiert sich für ein Maschinenbau-Studium. Er lobte die "hochwertige Ausbildung" in Zwickau, sie sei "ziemlich familiär, es gibt wenige Studenten im Kurs". Mit seinem Mitschüler, dem Kirchberger Toni Weißflog, war Ott an die Hochschule gekommen. Ob sie neben Zwickau noch einen anderen Studienort ins Auge fassen? "Chemnitz steht ebenfalls zur Auswahl", sagte Weißflog, "aber eigentlich tendieren wir zu Zwickau". Vor allem der Berufschancen wegen: "Man hat hier schon während des Studiums mit Firmen Kontakt und findet sicher eine Stelle", sagte Ott.
Nachgefragt waren zum Hochschulinformationstag vor allem jene Studienrichtungen, die von jeher in Zwickau gut funktionieren: die Kraftfahrzeugtechnik, Wirtschaftswissenschaften, die Pflegewissenschaften. Auch die Sprachen: "Bei einem Vortrag zum Sprachenangebot war der Raum voll, mehr als 50 Zuhörer waren da", sagte Hochschulsprecherin Franka Platz.


