Katharina Graupner, Yasmin Wolfram, Laura Schiller, und Fleur Sophie Jaschinski (von links) lasen am Samstag das Live-Hörspiel "Das Kind des Astronauten". Andreas Nordheim musizierte dazu. 
Katharina Graupner, Yasmin Wolfram, Laura Schiller, und Fleur Sophie Jaschinski (von links) lasen am Samstag das Live-Hörspiel "Das Kind des Astronauten". Andreas Nordheim musizierte dazu.

Foto: Marcus Richter

Junge Leute wagen Blick in die Zukunft

"Das Kind des Astronauten" heißt ein Projekt, bei dem junge Zwickauer ihre Zukunftsvisionen zu Papier brachten

Zwickau. Die Leipziger Autorin Constanze John hat den Anstoß für das Buchprojekt "Das Kind des Astronauten" gegeben, das Kinder und Jugendliche in der Kreativ-Schreibwerkstatt des Förderstudios Literatur, Viertklässler der Nicolaischule und eine Kindergruppe des brasilianischen Kinderdorfes "Bona Espero" im vergangenen Jahr beschäftigt hat. Über ihre Zukunftsvisionen und über Reisen hin zu fernen Planeten sollten sie schreiben. Entstanden sind 44 fantastische Geschichten, die von Galaxien erzählen, aber auch von ganz irdischen Träumen, in denen zum Beispiel der FSV Zwickau und der Oberbürgermeister-Posten eine Rolle spielen. Zudem ging es um die Frage, wie es ist, erwachsen zu werden.

Nachzulesen sind die Ergebnisse jetzt in einem Buch, das in einer Auflage von 150 Exemplaren erschienen ist. Gestaltet wurde das 70-seitige Werk von der Designerin Susann Popp: Sie steuerte mit Kindern aus den Grundschulen Neuwürschnitz und Auerbach die passenden Bilder zu den Geschichten bei. "Ich habe meine Freunde angeschrieben und gefragt, ob sie eine Patenschaft für eine der Geschichten übernehmen wollen. Jetzt haben wir für die 44 Geschichten 99 Paten aus elf Ländern von Armenien über Brasilien bis in die Slowakei. Einige von ihnen haben den Kindern ihre Fortsetzung der Geschichte aufgeschrieben", sagt Constanze John.

Die 13-jährige Yasmin Wolfram, die mit acht anderen Jugendlichen am Samstagabend in der Galerie am Domhof die Geschichten vortrug, hat eine Patin aus Leipzig. Der Schülerin des Clara-Wieck-Gymnasiums hat die Projektarbeit Spaß gemacht. In "Meine Zukunft! Oder doch nicht?" lässt sie sich von einer Wahrsagerin die Zukunft vorhersagen: "Blitzgewitter. Roter Teppich. Laute Rufe von Paparazzi. Und du stehst mittendrin. In einer wunderschönen Abendrobe ..." Nach einem wundervollen Beginn folgt der tiefe Absturz. Da fällt der Heldin aber ein, "dass meine Mutter immer zu mir gesagt hat, dass die Zukunft in meinen Händen liegt und dass nicht irgendeine dahergekommene Wahrsagerin sie bestimmen kann".

Zu hören waren am Samstag nicht nur die Geschichten aus dem Buch "Das Kind des Astronauten", sondern auch ein Hörspiel, das unter der Leitung von Thomas Kirsche in der Hörspielwerkstatt des Heinrich-Braun-Krankenhauses entstanden ist. Ihm zur Seite stand Tilo Nöbel vom Mondstaubtheater. Der Musiker Andreas Nordheim begleitete das Spiel.

Service

Das Buch "Das Kind des Astronauten" inklusive einer Hörspiel-CD gibt es für 15 Euro in der Galerie am Domhof.

 
erschienen am 13.11.2011 ( Von Ludmila Thiele )
© Copyright Chemnitzer Verlag und Druck GmbH & Co. KG
 
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