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Etwa 15 Brote sowie etliche Kuchenstücken sind am Rande von Langenbach einfach in die Landschaft geworfen worden. Eine Spaziergängerin hat den Anblick im Bild festgehalten.

Foto: Antje Klügel

Passantin entsetzt: Brote und Kuchen am Wegesrand entsorgt

Auf einer illegalen Mülldeponie an der Straße zwischen Langenbach und Wildbach hat Antje Klügel schon viel herumliegen sehen. Der neueste Fund aber macht sie fassungslos.

Von Viola Martin
erschienen am 21.03.2017

Langenbach. Antje Klügel ist oft mit ihren beiden Hunden unterwegs. Gern nutzt sie für ihre Ausflüge die Verbindungsstraße zwischen Langenbach und Wildbach. Doch nicht immer erfreut sie, was sie in der Natur entdeckt: So werden an einer schlecht einsehbaren Stelle am Rande des Langenweißbacher Ortsteils Langenbach seit Jahren die unterschiedlichsten Dinge illegal entsorgt. "Ich habe dort schon Garten-, aber auch Schlachtabfälle, leere Flaschen, Neonröhren und sogar ein Toilettenbecken entdeckt", berichtet die Frau. "Aber was ich am 4.März dort gesehen habe, macht mich fassungslos: Vermutlich ein Bäckerauto hat etwa 15 Brote sowie etliche Kuchenstücke dort abgekippt. Dabei hätte sich bestimmt jede Tafel gefreut, die Lebensmittel als Spende zu bekommen."

Marko Rummer von der Gemeindeverwaltung Langenweißbach kennt die Stelle und weiß, dass es dort eine Wendemöglichkeit für Autos gibt. "Wir haben in der Vergangenheit sogar schon Verursacher ermittelt und die Abfallbehörde des Landkreises informiert", sagt er. Doch wer hat dort die Lebensmittel entsorgt?

Im Dorf verbreitete sich im Zusammenhang mit den abgekippten Broten und Kuchenstücken das Gerücht, dass damit Wildschweine zum Abschuss angelockt werden sollten, weil sich unweit ein Hochstand befindet. "So ein Unsinn", sagt Paul Jung, Förster der Forstverwaltung Prinz von Schönburg-Hartenstein. "Zurzeit werden Wildschweine gar nicht gejagt." Er ärgere sich genauso über die wilden Ablagerungen wie Antje Klügel. "Ich habe diese schon oft fotografiert und im Landratsamt Anzeige erstattet", sagt er. "Sie sind daraufhin immer zuverlässig beseitigt worden."

Laut der Leiterin des Abfallwirtschaftsamtes des Landkreises, Carmen Nowatzky, seien voriges Jahr drei wilde Ablagerungen mit Hausmüll, halb vollen Assietten von Essenlieferungen und Sperrmüll mit Reifen in Langenweißbach entdeckt worden. "Bei zwei der Ablagerungen konnten wir die Verursacher ermitteln. Sie mussten jeweils 150 Euro Bußgeld zahlen", sagt sie. Der Bußgeldrahmen bewege sich zwischen 10 und 25.000 Euro. Insgesamt seien 2017 im Landkreis Kosten in Höhe von 45.927 Euro für die Entsorgung wilder Ablagerungen angefallen. Diese würden nicht auf die Abfallgebühren umgelegt.

Derjenige, der die Brote und den Kuchen einfach in der Landschaft entsorgt hat, wird wohl ungeschoren davonkommen, wenn sich keine Zeugen finden.

 
© Copyright Chemnitzer Verlag und Druck GmbH & Co. KG
 
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Kommentare
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  • 21.03.2017
    18:55 Uhr

    Freigeist14: Brot auf dem Gehweg war schon bei Hänsel &Gretel verwerflich.

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